Grippaler Infekt

Was hilft bei Erkältung?

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Müdigkeit ist typisch für eine Erkältung.
(c) George Doyle

Erkältung bekommt jeder Mensch mehrmals jährlich. Begleitet von Schnupfen, Fieber und Kopf- und Gliederschmerzen klingen die Symptome oft nach einigen Tagen wieder ab.

Typische Symptome einer Erkältung sind:

  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • erhöhte Temperatur bzw. Fieber
  • Frösteln
  • Halsschmerzen und Heiserkeit
  • Husten
  • Schnupfen, verstopfte Nase

Zu Beginn einer Erkältung treten meist ein Kratzen im Hals, Schnupfen und und Hustenreiz auf. Nach ein bis drei Tagen löst sich der Schleim in den Bronchien und es kommt zum produktiven Husten mit zähem, weißlichem Auswurf, der auch gelblich gefärbt sein kann. Bei einer Erkältung ist das Nasensekret ist zunächst wässrig, dann schwellen die Schleimhäute an und die Nase ist verstopft. Kopf- und Gliederschmerzen, erhöhte Temperatur und manchmal auch Fieber führen zu Mattigkeit, Kraftlosigkeit und dem Gefühl „richtig krank“ zu sein. Die Beschwerden bessern sich nach etwa sieben bis zehn Tagen meist deutlich.

Behandlung einer Erkältung

Rezeptfreie Medikamente zur Eigenbehandlung

Zur Behandlung von Erkältungs-Symptomen gibt es eine große Zahl rezeptfreier Medikamente.

Am sinnvollsten ist die Behandlung mit Monopräparaten gegen das jeweils vorherrschende Symptom. Da bei einer Erkältung häufig mehrere Symptome nebeneinander bestehen, können auch Kombinationspräparate aus zwei oder mehreren Wirkstoffen angewendet werden. Diese Medikamente werden häufig als „Grippemittel“ bezeichnet, obwohl eine Erkältung deutlich von der „echten“ Virus-Grippe (Influenza), die viel schwerer verläuft, abgegrenzt werden muss.

Ärztlich verordnete Medikamente

In einigen Fällen kann es notwendig sein, dass der Arzt gegen besonders starke Erkältungs-Symptome ein rezeptpflichtiges Medikament verordnet. Dies ist z.B. der Fall wenn:

  • der Reizhusten sehr quälend ist und rezeptfreie Hustenstiller für eine ungestörte Nachtruhe nicht ausreichen
  • die Bronchialmuskulatur stark verkrampft ist, sodass gelöster Schleim nur sehr mühevoll abgehustet werden kann
  • die Kopfschmerzen so stark sind, dass rezeptfreie Wirkstoffe nicht ausreichend wirken

Klingen die Symptome der Erkältung nach einer Woche nicht ab oder verschlimmern sie sich sogar, liegt möglicherweise eine zusätzliche Infektion (Superinfektion) mit Bakterien vor. In diesem Fall wird der Arzt nach entsprechender Diagnostik gegebenenfalls ein Antibiotikum verordnen.

Vorbeugende und ergänzende Behandlungsmethoden bei einem grippalen Infekt

Wer häufig an Erkältungen leidet sollte versuchen, seinen Körper „abzuhärten“, was bedeutet, ihn unempfindlicher für Temperaturschwankungen (wie sie für die Herbst- und Wintermonate typisch sind) zu machen.

Folgende Maßnahmen sind sinnvoll:

  • regelmäßige Saunagänge
  • Wechselduschen am Morgen
  • Kneipp'sche Anwendungen (z.B. Trockenbürsten-Massagen, kalte Beingüsse)

Sinnvoll zum Vorbeugen einer Erkältung ist ebenfalls die Einnahme von Mitteln zur Stärkung des Immunsystems.

Folgende Maßnahmen können zusätzlich zur Linderung von Erkältungs-Symptomen angewendet werden:

  • Einreiben von Brust und Rücken mit Erkältungssalben
  • Inhalationen
  • Erkältungsbäder
  • Teemischungen gegen Erkältung

Ursachen von Erkältungen

Eine Erkältung wird durch Viren verursacht. Sehr viele verschiedene Arten (z.B. Rhinoviren, RS-Viren) wurden bereits als Auslöser identifiziert. Sie sind sehr widerstandsfähig, daher ist eine Übertragung von erkälteten auf gesunde Menschen leicht möglich. Die Ansteckung erfolgt:

  • durch „Tröpfcheninfektion“, bei der die Viren beim Sprechen, Husten oder Niesen von Mensch zu Mensch übertragen werden
  • über die Haut (z.B. beim Händedruck)
  • über kontaminierte Oberflächen (z.B. Türklinken, Telefonhörer)

Grippale Infekte treten in kühleren Jahreszeiten häufiger auf, da niedrige Temperaturen die Verbreitung der Viren begünstigen. Dazu kommt, dass bestimmte Bedingungen in dieser Zeit dazu beitragen, dass die Viren sich auf den Schleimhäuten leicht ausbreiten können. Dazu zählen beispielsweise:

  • Austrocknen der Schleimhäute wegen des häufigeren Aufenthalts in Räumen mit trockener Heizungsluft
  • Verringerung der Durchblutung der Schleimhäute durch kalte Außentemperaturen

Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 01. Juli 2008

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