Grippaler Infekt: Wann zum Arzt?

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Ist die Erkältung nach einer Woche nicht abgeklungen sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Haben sich die Symptome nach sieben Tagen nicht verbessert, sollten Sie Hilfe bei einem Arzt suchen und den grippalen Infekt behandeln lassen, auch um eine Grippe auszuschließen.

Wenn sich die Erkältungs-Symptome trotz Behandlung mit rezeptfreien Medikamenten nicht bessern oder zusätzliche Beschwerden wie starke Schluckbeschwerden oder immer wiederkehrende Ohrenschmerzen auftreten oder gelblich grünliches Sekret abgehustet wird, muss ein Arzt aufgesucht werden.

Die durch Viren hervorgerufenen Symptome eines grippalen Infektes bessern sich meist deutlich nach sieben bis 10 Tagen. Es können jedoch auch Komplikationen infolge einer zusätzlichen Besiedlung der Atemwege mit Bakterien auftreten. Dies sind vor allem:

  • Bronchitis
  • eitrige Halsentzündung (Angina)
  • Mittelohrentzündung
  • Nasennebenhöhlen-Entzündung (Sinusitis)

Wenn die Symptome trotz Behandlung mit rezeptfreien Medikamenten nach etwa 7 Tagen unverändert sind oder sogar eine Verschlimmerung aufgetreten ist, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Bei hohem Fieber (über 39°C) ist bereits nach zwei Tagen ein Arztbesuch ratsam, da dann die Möglichkeit besteht, dass es sich um eine echte Grippe (Influenza) handelt. Typisch für diese Erkrankung ist rasch einsetzende hohes Fieber, heftige Kopf- und Gliederschmerzen und ein starkes Krankheitsgefühl.

Verdacht auf eine Komplikation, die vom Arzt behandelt werden muss, besteht vor allem beim Auftreten folgender zusätzlicher Symptome:

  • Das abgehustete Sekret ist gelblich oder grünlich verfärbt.
  • Es kommt zu länger andauernde Halsschmerzen und sehr starken Schluckbeschwerden, die Mandeln sind angeschwollen und eitrig belegt.
  • Es treten starker Druck in den Ohren und immer wiederkehrende Ohrenschmerzen auf, das Hörvermögen hat sich verschlechtert.
  • An Stirn, Schläfen und im Bereich der Augen und der Nase ist ein Druckgefühl zu verspüren.
  • Das Fieber hält länger als drei Tage an bzw. steigt auf über 39°C.

Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 29. August 2014
Quellen: Rote Liste online (www.rote-liste.de) Lennecke/Hagel/Przondziono: Selbstmedikation, Deutscher Apotheker Verlag, Stuttgart (2004) Stiftung Warentest: Handbuch Selbstmedikation, Berlin (2002) Schaefer/Spielmann/Vetter: Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit, Elsevier GmbH, 7. Auflage 2006 Wernig, C. (Hrsg.): Medizin für Apotheker. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart, 2. Auflage (1997) Bruhn/Frey/Wagner: Das Kind in der Apotheke. Deutscher Apotheker Verlag, Stuttgart (2006)

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