Schnupfen: Wann zum Arzt?

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Bei größeren Kindern mit Schnupfen ist ein Arztbesuch anzuraten, wenn sich der Allgemeinzustand des Kindes verschlechtert.
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Wegen Schnupfen wird wohl kaum jemand einen Arzt aufsuchen - und das ist auch nicht notwendig. Geben Sie Ihrem Immunsystem etwas Zeit, es bekämpft die auslösenden Viren nämlich von selbst. Einen Arztbesuch erwägen sollten Sie, wenn sich der Schnupfen nach gut einer Woche nicht bessert.

Ratsam ist ein Gang in die Sprechstunde unbedingt, wenn sich zusätzliche Beschwerden bemerkbar machen, beispielsweise starke Halsschmerzen oder Schluckbeschwerden, Ohrenschmerzen, starke Kopfschmerzen, Fieber, oder wenn sich zum Schnupfen ein heftiger Husten gesellt.

Auch wenn ein Schnupfen mit der Zeit vergeht, dann aber vielleicht mehrmals ­ wiederkehrt, ist ein Besuch beim Arzt dringend zu empfehlen. Denn dann gilt es zu klären, ob hinter den ständig erneut aufflammenden Entzündungen der Nasenschleimhäute eine andere Erkrankung steckt, die adäquat behandelt werden muss.

Besuch beim Kinderarzt nicht lange hinausschieben

Vor allem bei Babys und Kleinkindern mit Schnupfen ist Vorsicht geboten. Denn bei ihnen kann die Entzündung der Nasenschleimhaut ganz rasch auf den Rachen und die Lunge übergreifen, und dann schwerwiegende Komplikationen verursachen.

Im Säuglingsalter kann Schnupfen außerdem zu Trinkschwierigkeiten führen, wodurch es dem Kind binnen Kürze an wichtigen Nährstoffen und Vitaminen mangelt. Bekommt ein Kind Schnupfen, das jünger ist als drei Monate, sollten die Eltern mit ihm am besten noch am gleichen Tag ihren Kinderarzt aufsuchen.

Bei größeren Kindern mit Schnupfen ist ein Arztbesuch anzuraten, wenn sich der Allgemeinzustand des Kindes verschlechtert, oder sich die Symptome des Schnupfens nach mehr als fünf Tagen noch immer nicht spürbar reduzieren.

Klingt ein Schnupfen bei Kindern lange nicht ab, können die Beschwerden durch vergrößerte Rachenmandeln oder Nasenpolypen verursacht werden. Häufig ist dies besonders in der Altersgruppe der Zwei- bis Sechsjährigen.

Schnupfen: Alarmsignale niemals ignorieren!

Viele Mütter und Väter haben ein sehr feines Gespür dafür, wann ihr Kind nur leicht kränkelt, und wann es dem Kleinen tatsächlich schlecht geht. Wer auch nur den leisesten Zweifel oder ein undefinierbar ungutes Gefühl hat, sollte nicht zögern und rasch medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.

Zu den Alarmsignalen, die man bei Kindern mit Schnupfen niemals ignorieren darf, sondern grundsätzlich immer unverzüglich einen Arzt aufsuchen sollte, zählen:

  • hohes Fieber (Körpertemperatur über 38,5 Grad Celsius),
  • Verweigerung von Nahrungsaufnahme oder Flüssigkeitszufuhr,
  • anhaltendes Schreien,
  • extreme Schlappheit oder Apathie,
  • Probleme beim Atmen und
  • dauerhafter Husten oder schwere Hustenattacken.

Autor: Anna Haug
Letzte Aktualisierung: 10. Februar 2014
Quellen: Ratgeber „Baby“, : http://www.familie.de/baby-erkaeltung/ Ratgeber „Schwangerschaft“: http://www.familie.de/schwangerschaft/artikel/erkaeltung-in-der-schwangerschaft/ Zeitschrift test (Stiftung Warentest) 12/2013. Erkältung und Grippe ¬ Die besten rezeptfreien Medikamente. Naturheilkunde & Naturheilverfahren Fachportal: Hausmittel gegen Schnupfen. http://www.heilpraxisnet.de/hausmittel/hausmittel-gegen-schnupfen.html Schnupfen.Net http://www.schnupfen.net/

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