Verstopfung: Bei Mutter und Kind?

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Die richtige Flaschennahrung verhindert das Risiko von Verstopfungen.
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Verstopfung in der Schwangerschaft gehört zu den typischen Schwangerschaftsbeschwerden. Auch Verstopfung bei Kindern, Babys und Säuglingen ist ein häufig auftretendes Symptom.

Bei einer Verstopfung im Kindesalter sollte immer ein Kinderarzt zu Rate gezogen werden, denn die möglichen Ursachen - darunter auch psychische – sind sehr vielfältig. Bei Schwangeren, die vorübergehend unter Verstopfung leiden, können leichte Abführmittel Abhilfe schaffen.

Verstopfung bei Säuglingen und Kindern

Stillkinder haben eigenen Rhythmus

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Bei Säuglingen, die gestillt werden, gibt es keine pauschalen Regeln zur Häufigkeit der Darmentleerung. Bei voll gestillten Babys kann es vorkommen, dass sie bis zu 10 Tage keinen Stuhlgang haben. Dies ist unbedenklich, solange das Kind normal an Gewicht zunimmt. Ist dies nicht der Fall, kann der seltene Stuhlgang ein Hinweis darauf sein, dass die Muttermilch nicht mehr ausreicht.

Flaschennahrung richtig zubereiten beugt Verstopfung vor

Bei nicht gestillten Säuglingen kann eine Verstopfung entstehen, wenn die Flaschennahrung nicht vorschriftsmäßig zubereitet wird. Aus Sorge darüber, dass ihr Kind nicht satt wird, setzen Eltern der Säuglingsnahrung manchmal mehr Pulver zu als vorgesehen oder „dicken“ die Nahrung zusätzlich an (z.B. mit Haferschleim). Auch stark kalkhaltiges Wasser kann eine Verstopfung begünstigen. Eine korrekte Zubereitung der Flaschennahrung und die Verwendung von im Handel erhältlichen kalkarmem „Babywasser“ hilft, Verstopfungen vorzubeugen. Im Breialter empfiehlt es sich, zur zur Vorbeugung einer Verstopfung Stuhl-auflockernde Nahrungsmittel einzusetzen und Stuhl-verfestigende möglichst einzuschränken

Verschiedene Ursachen bei Kleinkindern

Neueren Statistiken zufolge leiden in Deutschland etwa ein Zehntel der Kleinkinder unter Verstopfung, in etwa 3 Prozent der Fälle suchen die Eltern einen Kinderarzt oder eine Kinderklinik auf. Etwa jedes fünfte Kind, das in einer Kinderklinik mit Verstopfungs-Symptomen vorgestellt wird, leidet unter einer chronischen Form. Bei Kindern kann eine chronische Verstopfung zusätzlich zu den Erwachsene-typischen Beschwerden noch mit Wachstumsstörungen und Appetitlosigkeit, Übelkeit oder Erbrechen verbunden sein. Eine Verstopfung bei Kindern sollte immer ärztlich abgeklärt werden, da z.B. auch Hormonstörungen, Nahungsmittelverträglichkeiten oder Entwicklungsprobleme die Ursache sein können.

Behandlung von Verstopfung bei Kindern

  • Zur Therapie einer chronischen Verstopfung bei Kindern werden eingesetzt:zum Einnehmen:
  • Macrogol
  • Lactuloseals Zäpfchen:
  • Kohlendioxid-freisetzende Zäpfchen

Kombiniert werden die Medikamente bei Kindern mit zusätzlichen Maßnahmen wie

  • Toilettentraining (z.B. z.B. Erziehung zum regelmäßigen Toilettengang nach den Hauptmahleziten)
  • Umstellung der Ernährung

Tabelle: Stuhl-auflockernde und Stuhl-verfestigende Nahrungsmittel

Stuhl-auflockernde NahrungsmittelStuhl-verfestigende Nahrungsmittel
KartoffelnBananen
SpinatKakao
BlumenkohlSchokolade
Pfirsiche, AprikosenMilch
OrangenWeißbrot

Verstopfung in Schwangerschaft und Stillzeit

Verstopfung vorbeugen

Verstopfung gehört zu den Schwangerschafts-typischen Beschwerden. Dies hängt unter anderem mit hormonellen Veränderungen und dem Druck des wachsenden Kindes auf den Darm zusammen. Eine Schwangere sollte daher versuchen, durch prophylaktische Maßnahmen einer Verstopfung vorzubeugen, z.B. sind durch:

  • regelmäßige Bewegung
  • ausreichend trinken
  • möglichst Verzicht auf Stuhl-verfestigende Nahrungsmittel (siehe Tabelle)

In der Schwangerschaft werden häufig vom Arzt Eisenpräparate verordnet, wenn der Hämoglobin-Gehalt des Blutes zu niedrig ist. Diese Mittel könnend als Nebenwirkung eine Verstopfung hervorrufen, dies sollte bei der Klärung der Ursachen einer Verstopfung in der Schwangerschaft mit berücksichtigt werden.

Milde Abführmittel für Schwangere und Stillende

Abführmittel, die in Schwangerschaft und Stillzeit empfohlen werden können sind:

Nicht eingesetzt werden dürfen in Schwangerschaft und Stillzeit

  • Aloe
  • Faulbaumrinde
  • Sennesblätter und -früchte bzw. Extrakte daraus
  • Rizinusöl
Essen und Trinken gegen Darmträgheit
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    Bohnen

    Ballaststoffe sorgen dafür, dass der Speisebrei leichter die verschiedenen Darmabschnitte passieren kann. Neben anderen Hülsenfrüchten enthalten auch Rote Bohnen – im allgemeinen als Kidneybohnen bezeichnet – einen großen Anteil der verdauungsfördernden Nahrungsbestandteile. Wichtig ist, dass die Stoffe im Darm quellen können, das heißt, dass sie mit mindestens zwei Litern Wasser pro Tag verzehrt werden. Da Kidneybohnen auch Blähungen hervorrufen, sind sie am bekömmlichsten in einem Eintopf, der mit Chili und Ingwer gewürzt wurde.

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    Pflaumen

    Die Ballaststoffe von Pflaumen regen die Darmperistaltik an. Ein Glas Pflaumensaft, am Abend getrunken, ist ein natürliches Abführmittel, das allerdings manchmal erst nach zwei Tagen wirkt. Noch besser sind gedörrte, ungeschwefelte Pflaumen aus dem Bioladen. Nachts einweichen und morgens mit dem Einweichwasser zu sich nehmen.

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    Sanfter Muskelanreger

    Honig fördert die Erhaltung einer gesunden Darmflora. Das unter diesem Begriff zusammengefasste System von Mikroorganismen versorgt das Darmgewebe mit Energie und regt die Muskelbewegung an. Die milde Anregung der Darmtätigkeit durch Honig wird auf die Inhaltsstoffe Kalium und Fruchtzucker sowie auf bestimmte Substanzen in den Pollen zurückgeführt.

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    Stockrosen

    Der Blütenzauber des Malvengewächses ist nicht nur wohltuend fürs Auge, sondern auch für den Verdauungstrakt. Die Blüten werden gesammelt und zwei Tage lang getrocknet. Für einen verdauungsfördernden Tee werden zwei Teelöffel Blütenblätter mit einem Viertelliter kochendem Wasser überbrüht und zehn Minuten ziehen gelassen. Zwei bis drei Tassen täglich regulieren die Darmtätigkeit auf schonend sanfte Weise.

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    Einfach eine runde Sache

    Ein außerordentlich hoher Prozentsatz an Pektinen im Apfel sorgt für eine gute und beschwerdefreie Verdauung. Die Pektine oder löslichen Ballaststoffe quellen im Darm auf und lösen dadurch eine intensivere Peristaltik aus. Das Tolle am Apfel: In geriebenem Zustand sorgt er bei Durchfall für eine Verdickung des Darminhalts. Schon ein Apfel pro Tag erleichtert die Darmtätigkeit.

    =@ Alkimson

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    LandApotheke 03/2013

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    Sauerkraut

    Es sind vor allem die Milchsäure und die darin enthaltenen Milchsäurebakterien, die beim Verzehr von Sauerkraut die Verdauung fördern. Insbesondere der Fettstoffwechsel wird angeregt, weshalb das Kraut ein idealer Begleiter zu schweren Braten und fettreichen Soßen ist. Roh oder als Saft genossen ist das vitaminreiche Lebensmittel ein hervorragendes Therapeutikum bei chronischer Darmträgheit. Drei Esslöffel Kraut oder ein Glas Saft täglich sind völlig ausreichend.

    =@ Alkimson

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    Holunder

    Ein Tee aus Holunderblättern wirkt blutreinigend und entgiftend. Die Pflanze mit der großen therapeutischen Bandbreite ist ideal, um die Darmflora ins gesunde Gleichgewicht zu bringen. Für den Tee übergießt man zwei Teelöffel getrocknete Holunderblätter mit 200 Milliliter kochendem Wasser. Nach fünf Minuten abseihen. Pro Tag zwei Tassen davon trinken!

    =@ Alkimson

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    Gesundes für Naschkatzen

    Eine süße Versuchung, die den Stoffwechsel in Schwung bringt: Feigen. Wer pro Tag fünf der süßen Früchte mit einem Glas lauwarmem Wasser zu sich nimmt, tut nicht nur seinem Verdauungstrakt einen Gefallen. Feigen haben einen hohen Mineralstoffgehalt und eine Menge Vitamin B.

    =@ Alkimson

Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 31. Mai 2013
Quellen: *Die Angaben zu Medikamenten stützen sich im wesentlichen auf das Standardwerk: Schaefer/Spielmann/Vetter "Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit", Elsevier GmbH, Urban & Fischer Verlag, 7. Auflage (2006) und können von den Angaben im Beipackzettel abweichen. Bei Fragen zu Risiken und Nebenwirkungen von Medikamenten in der Schwangerschaft oder Stillzeit konsultieren Sie bitte Ihren behandelnden Arzt.

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