Verstopfung: Wann zum Arzt?

Erkennen Sie die Alarmsignale bei Verstopfung

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Wenn keine Besserung eintritt: Der Hausarzt hilft weiter.
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Wann zum Arzt bei Verstopfung? Wir erklären Symptome, wie zum Beispiel Blut im Stuhl oder starke Bauchschmerzen, die es notwendig machen, einen Arzt aufzusuchen.

Hinter einer Verstopfung kann sich eine ernst zu nehmende Erkrankung verbergen. Deshalb ist bei zusätzlichen auffälligen Symptomen wie zum Beispiel Blutungen unbedingt ein Arztbesuch erforderlich.

Folgende Symptome einer Verstopfung sind Warnsignale:

  • Blut im Stuhl
  • starke Schmerzen im Unterbauch
  • zusätzliches Auftreten von Übelkeit, Erbrechen und/oder Fieber
  • plötzlicher Gewichtsverlust
    • zum Test

      Sie haben das Gefühl, mit Ihrer Verdauung läuft es nicht richtig und fühlen sich unwohl? Machen Sie doch mal den Test!

Ein Arztbesuch ist ebenfalls notwendig, falls trotz Behandlung mit rezeptfreien Medikamenten nach etwa 6 bis 8 Wochen keine Besserung der Beschwerden eintritt. Erster Ansprechpartner ist der Hausarzt. Er kann auch abklären, ob die Verstopfung eventuell von einem anderen, seit kurzem eingenommenen, Medikament herrührt. Nicht wenige Medikamente (z.B. einige starke Schmerzmittel, Medikamente gegen Depressionen) rufen als Nebenwirkung eine Verstopfung hervor.

Wenn in der Familiengeschichte bereits Fälle von Magen- oder Darmkrebs aufgetreten sind, ist bei schwer behandelbarer Verstopfung ebenfalls ein Arztbesuch ratsam. In diesem Fall ist es außerdem sehr zu empfehlen, ab dem 50. Lebensjahr regelmäßig die Darmkrebsvorsorge (nähere Informationen erteilt der Hausarzt), die von den Krankenkassen erstattet wird, in Anspruch zu nehmen.

Essen und Trinken gegen Darmträgheit
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    Bohnen

    Ballaststoffe sorgen dafür, dass der Speisebrei leichter die verschiedenen Darmabschnitte passieren kann. Neben anderen Hülsenfrüchten enthalten auch Rote Bohnen – im allgemeinen als Kidneybohnen bezeichnet – einen großen Anteil der verdauungsfördernden Nahrungsbestandteile. Wichtig ist, dass die Stoffe im Darm quellen können, das heißt, dass sie mit mindestens zwei Litern Wasser pro Tag verzehrt werden. Da Kidneybohnen auch Blähungen hervorrufen, sind sie am bekömmlichsten in einem Eintopf, der mit Chili und Ingwer gewürzt wurde.

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    Pflaumen

    Die Ballaststoffe von Pflaumen regen die Darmperistaltik an. Ein Glas Pflaumensaft, am Abend getrunken, ist ein natürliches Abführmittel, das allerdings manchmal erst nach zwei Tagen wirkt. Noch besser sind gedörrte, ungeschwefelte Pflaumen aus dem Bioladen. Nachts einweichen und morgens mit dem Einweichwasser zu sich nehmen.

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    Sanfter Muskelanreger

    Honig fördert die Erhaltung einer gesunden Darmflora. Das unter diesem Begriff zusammengefasste System von Mikroorganismen versorgt das Darmgewebe mit Energie und regt die Muskelbewegung an. Die milde Anregung der Darmtätigkeit durch Honig wird auf die Inhaltsstoffe Kalium und Fruchtzucker sowie auf bestimmte Substanzen in den Pollen zurückgeführt.

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    Stockrosen

    Der Blütenzauber des Malvengewächses ist nicht nur wohltuend fürs Auge, sondern auch für den Verdauungstrakt. Die Blüten werden gesammelt und zwei Tage lang getrocknet. Für einen verdauungsfördernden Tee werden zwei Teelöffel Blütenblätter mit einem Viertelliter kochendem Wasser überbrüht und zehn Minuten ziehen gelassen. Zwei bis drei Tassen täglich regulieren die Darmtätigkeit auf schonend sanfte Weise.

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    Einfach eine runde Sache

    Ein außerordentlich hoher Prozentsatz an Pektinen im Apfel sorgt für eine gute und beschwerdefreie Verdauung. Die Pektine oder löslichen Ballaststoffe quellen im Darm auf und lösen dadurch eine intensivere Peristaltik aus. Das Tolle am Apfel: In geriebenem Zustand sorgt er bei Durchfall für eine Verdickung des Darminhalts. Schon ein Apfel pro Tag erleichtert die Darmtätigkeit.

    =@ Alkimson

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    LandApotheke 03/2013

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    Sauerkraut

    Es sind vor allem die Milchsäure und die darin enthaltenen Milchsäurebakterien, die beim Verzehr von Sauerkraut die Verdauung fördern. Insbesondere der Fettstoffwechsel wird angeregt, weshalb das Kraut ein idealer Begleiter zu schweren Braten und fettreichen Soßen ist. Roh oder als Saft genossen ist das vitaminreiche Lebensmittel ein hervorragendes Therapeutikum bei chronischer Darmträgheit. Drei Esslöffel Kraut oder ein Glas Saft täglich sind völlig ausreichend.

    =@ Alkimson

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    Holunder

    Ein Tee aus Holunderblättern wirkt blutreinigend und entgiftend. Die Pflanze mit der großen therapeutischen Bandbreite ist ideal, um die Darmflora ins gesunde Gleichgewicht zu bringen. Für den Tee übergießt man zwei Teelöffel getrocknete Holunderblätter mit 200 Milliliter kochendem Wasser. Nach fünf Minuten abseihen. Pro Tag zwei Tassen davon trinken!

    =@ Alkimson

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    Gesundes für Naschkatzen

    Eine süße Versuchung, die den Stoffwechsel in Schwung bringt: Feigen. Wer pro Tag fünf der süßen Früchte mit einem Glas lauwarmem Wasser zu sich nimmt, tut nicht nur seinem Verdauungstrakt einen Gefallen. Feigen haben einen hohen Mineralstoffgehalt und eine Menge Vitamin B.

    =@ Alkimson

Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 29. Mai 2013
Quellen: Rote Liste online (www.rote-liste.de) / Bruhn/Frey/Wagner: Das Kind in der Apotheke. Deutscher Apotheker Verlag, Stuttgart (2006) / Wernig, C. (Hrsg.): Medizin für Apotheker. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart, 2. Auflage (1997) / Schaefer/Spielmann/Vetter: Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit, Elsevier GmbH, 7. Auflage 2006/ Nees-Delaval, B.: Wir werden Eltern. Falken Verlag (1998) Lennecke/Hagel/Przondziono: Selbstmedikation, Deutscher Apotheker Verlag, Stuttgart (2004) / Koletzko, S.: „10 % sind verstopft – nur die Spitze des Eisberges“, Referat auf der Pressekonferenz der Norgine GmbH, Marburg, am 16.4.2007 in Wiesbaden / Meszaros, S.: Update Senna, Deutsche Apotheker Zeitung, Nr. 13 (2006)

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