Mundgeruch

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Zahnpflege: Gut zur Mundgeruchprophylaxe.
(c) George Doyle

Informationen zum Thema Mundgeruch und schlechter Atem. Mögliche Ursachen werden erläutert und Hinweise zur Behandlung gegeben.

Mundgeruch entsteht häufig nach dem Verzehr bestimmter Nahrungsmittel (z.B. Zwiebeln, Knoblauch), nach dem Rauchen oder Alkoholgenuss. In diesen Fällen sind außer dem unangenehmen Geruch in der Ausatemluft nur selten weitere Beschwerden vorhanden.Liegt dem Mundgeruch eine andere Ursachen zugrunde, so können weitere Symptome auftreten, wie z.B.

  • Mundtrockenheit
  • Zahn- oder Zahnfleischschmerzen
  • Magenbeschwerden (z.B. Sodbrennen, Völlegefühl)

Behandlung des Mundgeruchs

Die Behandlung des Mundgeruchs richtet sich nach den Ursachen, die sehr vielfältig sein können. Folgende Behandlungsmethoden kommen infrage:

  • zahnärztliche Behandlung bei Karies, Zahnfleischentzündungen oder Problemen mit dem Zahnersatz (z.B. lose Zahnkronen oder Brücken)
  • ärztliche Behandlung (Hausarzt, Facharzt für Innere Medizin) bei Verdacht auf eine schwerwiegende Erkrankung wie z.B. Diabetes, Magengeschür, Krebserkrankung in der Mundhöhle
  • Selbstbehandlung durch Vermeiden geruchserzeugener Nahrungsmittel (z.B. Zwiebeln, Knoblauch) bzw. Überdecken des Geruchs durch Mundwässer, Lutschbonbons oder Kaugummis

Ursachen von Mundgeruch

Ursachen von Mundgeruch können sein:

  • bestimmte Nahrungs- und Genussmittel (stark gewürzte Speisen, Zwiebeln, Knoblauch, Meerrettich, Alkohol, Nikotin)
  • Nahrungsreste in schlecht gepflegten oder kariösen Zähnen, die von Bakterien zu flüchtigen, übelriechenden Schwefelverbindungen zersetzt werden
  • geringer Speichelfluss (z.B. aufgrund sehr großer Pausen zwischen den Mahlzeiten, Mundtrockenheit wegen der Einnahme von Medikamenten)
  • Fasten über mehrere Tage
  • mangelhaft saniertes Gebiss (z.B. lose Zahnkronen)
  • Schnarchen und Schlafen mit offenem Mund
  • Zahnfleischentzündungen
  • Krebserkrankungen (Tumoren) in der Mundhöhle
  • innere Erkrankungen (z.B. Magengeschwür, Diabetes, Lebererkrankung)

Mundgeruch wegen mangelhafter Zahnpflege und -sanierung

Bei mangelhafter Zahn- und Mundhygiene werden die im Mund (vor allem in Zahnzwischenräumen) verbleibenden Nahrungsreste von Bakterien zersetzt, worauf ein fauliger Geruch entsteht. Dieser ist auf flüchtige Schwefelverbindungen zurückzuführen.

Auch unter losen Zahnfüllungen oder schlecht sitzenden Zahnprothesen können sich Nahrungsreste ansammeln.

Mundgeruch beim Fasten und bei Diabetikern

Während einer mehrtägigen Fastenkur schaltet der menschliche Stoffwechsel um. Sind alle gespeicherten Kohlenhydrate verbraucht, werden die körpereigenen Eiweiße und Fette abgebaut. Dabei entsteht z.B. Aceton, das über die Atemluft ausgeschieden wird und dabei einen unangenehmen Geruch (nach Nagellack-Entferner) verbreitet. Körper- und Mundgeruch verändern sich während einer Fastenkur auch deshalb, weil vermehrt Stoffwechselprodukte über Haut und Atmungsorgane ausgeschieden werden.

Auch während eiweißreicher Diäten (z.B. der Atkins-Diät) tritt oft Mundgeruch auf.

Bei Diabetikern kann die Ausatemluft süßlich nach Apfel oder Nagellack-Entferner riechen. Dies ist der Fall, wenn der Blutzuckerspiegel zu hoch ist (entweder weil die Erkrankung noch gar nicht erkannt wurde oder bei Überzuckerung, weil zuwenig Insulin gespritzt wurde). Die Betroffenen leiden dann außerdem unter starkem Durst und haben eine trockene Haut.

Mundgeruch aufgrund von Erkrankungen im Mund- und Rachenbereich

Zahnfleisch- und Mandelentzündungen, bestimmte Formen von Angina oder auch die heute in Deutschland nur noch sehr selten vorkommende Kinderkrankheit Diphtherie können mit starkem Mundgeruch verbunden sein. Besteht der Mundgeruch über einen längeren Zeitraum, kann auch ein Tumor in der Mundhöhle die Ursache sein. Dann treten neben Mundgeruch meist noch weitere Symptome auf, wie z.B. Schluckbeschwerden, leicht blutende Wunden im Mund und Veränderungen (z.B. Verhärtungen) in der Mundschleimhaut.

Mundgeruch aufgrund von Mundtrockenheit

Manche Medikamente (z.B. Mittel gegen Blasenerkrankungen, gegen hohen Blutdruck, gegen Allergien) haben als Nebenwirkung Mundtrockenheit hervor. Auch im höheren Lebensalter nimmt die Speichelproduktion ab, was zu Mundtrockenheit führen kann.

Mundgeruch aufgrund von inneren Erkrankungen

Neben Erkrankungen im Mund und Rachen können weitere Krankheiten Mundgeruch verursachen, z.B.:

  • Entzündungen der Nasennebenhöhlen
  • Speiseröhren-Erkrankungen
  • Magengeschwüre

Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 15. Oktober 2007

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