Schuppen

Was Sie über Kopfschuppen wissen sollten

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Männer sind häufiger von Schuppen betroffen als Frauen.
Getty Images/iStockphoto

Schuppen sind tote Hautzellen, die von der Kopfhaut abgestoßen werden. Kopfschuppen können unterschiedliche Ursachen haben und Behandlung verlangen.

Kopfschuppen können ein sehr unterschiedliches Aussehen haben. Die Palette der äußeren Gestalt reicht von feinen, mehlartigen Teilchen bis hin zu linsengroßen, fettigen, gelblichen Partikeln. Lösen sie sich von der Kopfhaut ab, wird dies als sehr störend empfunden. Unangenehm ist für die Betroffenen auch, dass die Schuppen sehr hartnäckig sind und sich mit den bis dahin angewendeten Pflegemaßnahmen nicht zufriedenstellend beseitigen lassen.

Zusätzlich können Kopfschuppen mit weiteren Beschwerden verbunden sein

  • Juckreiz auf der Kopfhaut
  • sehr trockene oder sehr fettige Haare
  • verstärkter Haarausfall oder abbrechende Haare
  • Entzündungen auf der Kopfhaut, sichtbar als rote Flecken
  • trockene, schuppige Haut an anderen Körperstellen (z.B. Ellenbogen, Kniekehlen)

Behandlung von Schuppen

Rezeptfreie Mittel zur Behandlung von Kopfschuppen haben folgende Wirkung

  • sie lösen die Schuppen ab (Keratolytika)
  • sie vermindern eine übermäßige Talgproduktion (Antiseborrhoika)
  • sie hemmen das Wachstum und die Vermehrung von Pilzen, die Auslöser von Kopfschuppen sein können (Antimykotika)

Lassen sich die Beschwerden mit diesen Mitteln nicht beseitigen, kann der Arzt rezeptpflichtige Wirkstoffe gegen Kopfschuppen verordnen.

Dazu zählen:

  • Antimykotika zum Einnehmen, wenn die Behandlung der Kopfhaut allein nicht ausreicht
  • Kortisone bei starken Entzündungen auf der Kopfhaut
  • zum Test

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Treten die Schuppen nicht nur auf der Kopfhaut, sondern auch an anderen Stellen des Körpers (z.B. Ellenbogen, Kniekehlen) auf, deutet dies auf eine schwerwiegende Erkrankung (z.B. Schuppenflechte, Neurodermitis) hin. Die Behandlung einer solchen Erkrankung sollte von erfahrenen Spezialisten (Hautärzten) vorgenommen werden.

Ursachen von Kopfschuppen

Die Abstoßung alter Hautzellen (Hornzellen) ist ein normaler Vorgang, der auch auf der Kopfhaut stattfindet. Sichtbare Kopfschuppen entstehen erst dann, wenn sich diese Hornzellen mit Talg aus der Kopfhaut zu größeren Partikeln verbinden. Durch eine regelmäßige Haarpflege lassen sich Kopfschuppen normalerweise leicht entfernen. Erst wenn dies nicht oder nur sehr schwer möglich ist, spricht man von übermäßiger, behandlungsbedürftiger Schuppenbildung.

Dafür gibt es drei Haupt-Ursachen:

  • falsche Haarpflege
  • Erkrankungen der Kopfhaut
  • schwerwiegende Erkrankungen des Körpers, die unter anderem auch mit Schuppenbildung auf der Kopfhaut verbunden sind

Falsche Haarpflege als Ursache von Kopfschuppen

Eine übermäßige Schuppung der Kopfhaut kann auftreten, wenn sie durch unsachgemäße Pflege stark gereizt und ausgetrocknet ist. Durch zu häufige Haarwäsche oder zu heißes Fönen sind die Talgdrüsen der Kopfhaut dann nicht mehr in der Lage, ausreichend Fett zu produzieren. Oft tritt zusätzlich zu den Schuppen Juckreiz auf.

Erkrankungen der Kopfhaut als Ursache von Kopfschuppen

Einer der häufigsten Gründe für Kopfschuppen ist das seborrhoische Ekzem. Für diese Kopfhaut-Erkrankung sind folgende Veränderungen charakteristisch:

  • eine übermäßige Talgproduktion
  • kleine Entzündungsherde auf der Kopfhaut, sichtbar als rote Flecken
  • eine übermäßige Vermehrung des zur normalen menschlichen Hautflora gehörenden Hefepilzes Malassezia furfur (früherer Name: Pityrosporum ovale)

Diese Veränderungen führen dazu, dass Hautzellen zu früh absterben, mit dem Kopfhauttalg verklumpen und schließlich massiv abgeschilfert werden.

Schwerwiegende Erkrankungen mit Schuppenbefall der Kopfhaut

Schwerwiegende Erkrankungen, deren Behandlung in die Hand eines Arztes gehört, können ebenfalls mit Schuppenbildung auf der Kopfhaut und an anderen Körperstellen verbunden sein. Dazu zählen:

  • Schuppenflechte (Psoriasis)
  • Neurodermitis
  • Besiedlung der Kopfhaut mit pathogenen Pilzen (Tinea capitis)
  • angeborene Verhornungsstörungen (Keratodermien)
  • allergische Reaktionen auf der Kopfhaut (Kontaktdermatitis)

Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 24. April 2014

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