Schlafstörungen

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Eine echte Volkskrankheit: Jeder Vierte leidet unter Schlafstörungen.
Getty Images/Goodshoot RF

Wissenswertes rund um das Thema Schlafstörungen, Schlafprobleme und Schlafapnoe.

Schlafstörungen lassen sich in Einschlaf- und Durchschlafstörungen einteilen.

  • Bei Einschlafstörungen beträgt die Einschlafzeit mehr als eine halbe Stunde. In dieser Zeit versuchen die Betroffenen vergeblich, Schlaf zu finden. Sie wälzen sich hin und her, grübeln dabei über die Ereignisse des vergangenen Tages oder andere Dinge, die sie momentan beschäftigen, nach. Oft versuchen sie dabei bestimmte Maßnahmen anzuwenden, die das Einschlafen fördern sollen (z.B. „Schäfchen zählen“).
  • Von Durchschlafstörungen spricht man, wenn Betroffene mehr als 3-mal pro Woche nach einer Schlafzeit von weniger als 6 Stunden vorzeitig erwachen und anschließend, obwohl sie noch müde sind, nicht wieder einschlafen können.

Als Folge von Einschlaf- oder Durchschlafstörungen kann es tagsüber zu folgenden Beschwerden kommen:

  • Müdigkeit und Schläfrigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Gefühl der Erschöpfung
  • Unruhe
  • Reizbarkeit
  • Angst
  • Kopfschmerzen
  • Frösteln

Behandlung von Schlafstörungen

Schlafstörungen, die nur in ein oder zwei Nächten auftreten, bedürfen keiner besonderen Behandlung, wenn das Schlafdefizit in den darauf folgenden Nächten wieder ausgeglichen werden kann. Gelingt dies nicht und dauern die Schlafprobleme über mehrere Tage an so führt das meist dazu, dass die Betroffenen ihren beruflichen und sozialen Anforderungen nicht mehr gerecht werden können.In diesem Fall können folgende Maßnahmen helfen:

  • nichtmedikamentöse Maßnahmen wie Verbesserung der Schlafhygiene, Entspannungstechniken (siehe Hausmittel & Selbsthilfe)
  • vorübergehende Einnahme von rezeptfreien Beruhigungs- und Schlafmitteln in Form von Tabletten, Kapseln oder Tropfen (siehe Rezeptfreie Medikamente)
  • alternative Heilmethoden (z.B Trinken von „Schlaftees“, Anwendung von Homöopathika)

Halten Schlafstörungen länger als 4 Wochen an, sollte ein Arzt konsultiert werden. Er kann verschiedene diagnostische Maßnahmen ergreifen, um die Ursache der Schlafstörung herauszufinden und gegebenenfalls ein stärker wirksames rezeptpflichtiges Medikament (Schlafmittel) verordnen.

Ursachen von Schlafstörungen

Schlafstörungen können viele verschiedene innere und äußere Ursachen haben.ungünstige äußere Bedingungen:

  • Geräusche
  • ungenügend abgedunkelter Schlafraum
  • zu hohe oder zu niedrige Raumtemperatur (Optimum 16-18 °C)
  • unbequemes Bett
  • unpassende Bettdecke
  • Schnarchen des Partners (oder evtl. auch eigenes, sehr lautes Schnarchgeräusch)
  • Schichtarbeit
  • häufige Reisen mit Zeitzonenwechsel (Jetlag)

Verhaltensweisen mit negativem Einfluss auf den Schlaf:

  • Coffein-haltige Getränke nach 16 Uhr
  • größere Mahlzeiten nach 18 Uhr
  • übermäßiger Alkoholkonsum vor dem Schlafengehen (ein „Schlummertrunk“ kann zwar das Einschlafen fördern, wenn die Alkoholwirkung nachlässt, kommt es trotzdem zum Erwachen)
  • Fernsehen oder andere geistig anregende Beschäftigungen vor dem Schlafengehen

vorübergehende psychosoziale Überlastungssituationen:

  • Beziehungsprobleme
  • Stress
  • Prüfungsangst

psychiatrische Erkrankungen:

  • Depression (typisch: Erwachen gegen 4 Uhr morgens)
  • Sucht oder Entzug von Drogen
  • Demenz
  • Angsterkrankung
  • Schizophrenie

organische Erkrankungen:

verändertes Schlafmuster im Alter:

  • verkürzter Rhythmus
  • verkürzte Schlafzeiten
  • Schlaf wird oberflächlicher

Nebenwirkung von Medikamenten

  • Mittel gegen Depressionen
  • Schmerzmittel mit Coffein
  • harntreibende Mittel
  • Medikamente gegen ADHS

Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 25. Juni 2008

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