Rückenschmerzen: Bei Mutter und Kind?

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Rückenschmerzen bei Kindern: Nur der Arzt kann helfen!
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Mit Rückenschmerzen in der Schwangerschaft hat fast jede werdende Mutter zu kämpfen. Wir erklären Gründe für Rückenschmerzen in der Schwangerschaft und geben Tipps zur Behandlung.

Rückenschmerzen bei Kindern, Schwangeren und Stillenden eignen sich in den meisten Fällen nicht für eine Behandlung in Eigenregie sondern sollten einem Arzt vorgestellt werden.

Rückenschmerzen bei Kindern

Rückenschmerzen bei Kindern müssen immer vom Arzt (Kinderarzt, Facharzt für Orthopädie) abgeklärt werden. Dies ist vor allem deswegen notwendig, weil insbesondere Kleinkinder ihre Schmerzen noch nicht genau lokalisieren können. Rückenschmerzen bei Kindern können z.B. folgende Ursachen haben:

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  • „Hüftschnupfen“: eine Hüftgelenksentzündung, die bei Kindern zwischen dem 3. und 10. Lebensjahr auftreten kann. Ein Hüftschnupfen (Coxitis fugax) äußert sich in plötzlichen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Die Symptome bilden sich innerhalb weniger Tage zurück. Eine spezielle Behandlung ist meistens nicht notwendig,

  • rheumatische Erkrankungen: Auch Kinder können an Rheuma erkranken. Rheuma bei Kindern ist an Schmerzen im Rücken und vor allem auch an geschwollenen Gelenken und Schonhaltungen oder Bewegungseinschränkungen erkennbar.

  • Bei Kindern und Jugendlichen, die über Rückenschmerzen klagen und zusätzlich eine schlechte Körperhaltung (z.B. Rundrücken) entwickeln, kann eine Wirbelsäulen-Erkrankung (z.B. eine Wachstumsstörung) vorliegen, die ärztlicherseits unbedingt abgeklärt werden muss.

Rückenschmerzen in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft treten Rückenschmerzen sehr häufig auf, da das Gewicht des Kindes die Wirbelsäule immer mehr belastet. Außerdem nehmen viele Schwangere mit zunehmendem Bauchumfang häufig eine unnatürliche Haltung ein, die zu Verspannungen und Rückenschmerzen führt.

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    Sie leiden an Rückenschmerzen und stellen sich Fragen wie: Wieso gerade ich? Sind die Beschwerden gefährlich? Muss ich zum Arzt? Der Selbsttest hilft Ihnen, die Ursachen einzugrenzen.

Um derartigen Schmerzen vorzubeugen, sind folgende Maßnahmen sinnvoll:

  • regelmäßiges Schwimmen, am besten Rückenschwimmen

  • spezielle gymnastische Übungen (Schwangerschaftsgymnastik)

  • Vermeiden von schwerem Tragen und Heben

  • Tragen von Schuhen mit flachen Absätzen

Zur Behandlung von Rückenschmerzen in der Schwangerschaft eignen sich Wärmeanwendungen in Form von Heizkissen, Kompressen, Wärmflasche, Leibwickel oder Rotlicht. Gegen eine kurzfristige Anwendung von durchblutungsfördernden Einreibungen und Pflastern mit den Wirkstoffen Nonivamid und Nicoboxil bestehen keine Bedenken.

Akut auftretende Rückenschmerzen, die sich durch leichtes, rhythmisches Ziehen im Rücken äußern, können Anzeichen für eine drohende Fehl- oder Frühgeburt sein. In diesem Fall muss schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden. Treten zusätzlich Blutungen auf, muss die Schwangere liegend in die Klinik transportiert werden.

Rückenschmerzen in der Stillzeit

Nach der Entbindung müssen sich die Veränderungen in den Bändern und Gelenken, die während der Schwangerschaft stattgefunden haben, wieder zurückbilden. Dies hat häufig auch Schmerzen im Rücken zur Folge. Auch die Milchbildung kann schmerzhaft sein. Die damit verbundenen Schmerzen in der Brust können bis in den Rücken ausstrahlen. Eine verkrampfte Haltung beim Stillen kann zu Verspannungen und Schmerzen vor allem im Schulter- und Nackenbereich führen. Daher sollte beim Stillen auf eine möglichst entspannte Position geachtet werden. Die Verwendung von Lagerungshilfen (z.B. Stillkissen) ist sinnvoll.

Zur Behandlung von Rückenschmerzen in der Stillzeit eignen sich Wärmeanwendungen in Form von Heizkissen, Kompressen, Wärmflasche, Leibwickel und Rotlicht.

Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 23. Oktober 2007
Durch: Andreas Gill / Lifeline
Quellen: *Die Angaben zu Medikamenten stützen sich im wesentlichen auf das Standardwerk: Schaefer/Spielmann/Vetter "Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit", Elsevier GmbH, Urban & Fischer Verlag, 7. Auflage (2006) und können von den Angaben im Beipackzettel abweichen. Bei Fragen zu Risiken und Nebenwirkungen von Medikamenten in der Schwangerschaft oder Stillzeit konsultieren Sie bitte Ihren behandelnden Arzt.

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