In der Schwangerschaft und frühen Kindheit

Allergisches Asthma: Bei Mutter und Kind

Für allergisches Asthma in der Schwangerschaft oder beim Kleinkind gelten spezielle Behandlungsregeln. Die wichtigste: So wenig Medikamente wie möglich und so viel wie nötig.

Asthma bei Mutter und Kind
Frauen mit allergischem Asthma sollten während Schwangerschaft und Geburt spezielle Regeln befolgen.
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Frauen, die allergisches Asthma haben und schwanger werden, müssen keine Angst haben. Im Gegenteil: Oft wird die Krankheit während der Schwangerschaft milder oder verschwindet sogar ganz. Manchmal ändert sich gar nichts. Allerdings sollte jede Frau, die Asthma hat und bemerkt, dass sie schwanger wird, möglichst bald ihren Arzt darüber informieren. Denn die Kontrolluntersuchungen sollten dann engmaschiger erfolgen.

Engmaschige Kontrollen für schwangere Asthmatikerin

Die gewohnten Asthmamedikamente sollten während der Schwangerschaft und auch der Stillzeit weiter eingenommen werden. Denn ein Asthmaanfall ist für das Ungeborene ungünstiger, als wenn die Mutter ihre gewohnte Medikation fortsetzt.

Besonders positiv: Die inhalierten Medikamente wirken vor allem lokal und gelangen kaum in den Blutkreislauf. Dadurch wird das Baby nicht belastet. Cortison in Tablettenform dagegen könnte das Wachstum des Babys geringfügig verzögern. Nimmt eine Schwangere Theophyllin oder Beta-2-Sympathomimetika in hohen Dosierungen ein, kann das beim Ungeborenen zu Nebenwirkungen führen, etwa Herzrasen. Deshalb sind genau Absprache mit dem Arzt nötig und engmaschige Kontrollen.

Viele Kinder haben allergisches Asthma

Allergisches Asthma bei Babys ist äußerst selten. Meist entwickeln Kinder die Atemwegserkrankung erst nach Erreichen des zweiten Lebensjahrs, vor allem zwischen vier und fünf Jahren. Ein wichtiger Risikofaktor ist dabei Passivrauchen – Kinder von Rauchern haben häufig auch Asthma. Es sollte selbstverständlich sein, dass Atemwegsbeschwerden von Kindern immer vom Arzt abgeklärt werden sollten. Je früher das Asthma behandelt wird, desto größer ist die Chance, dass die Atemwege nicht bleibende Schäden davontragen. Nach eingehender Untersuchung und Tests legt der Arzt die Behandlung fest.

Weil kleine Kinder nicht inhalieren können, also Asthma-Sprays benutzen, helfen hier spezielle Zubereitungsformen, etwa Dampfvernebler oder Dosieraerosole mit Vorschaltkammer. Als Wirkstoffe eignen sich im Prinzip die gleichen wie für Erwachsene, allerdings in geringerer Dosierung. Eine Option zur Entzündungshemmung als Dauertherapie sind die so genannten Leukotrienantagonisten, die gut verträglich sind.