Tipps für den Alltag von Asthmatikern

Allergisches Asthma: Selbsthilfe

Wer allergisches Asthma hat, sollte seinen Alltag etwas umstellen. Die sieben besten Tipps für Asthmatiker – für mehr Lebensqualität und Wohlbefinden.

Atmen
Tief und angstfrei durchatmen hilft manchmal mehr als jedes Medikament.

Mit Asthma leben, die Krankheit gut managen – das bedeutet mehr, als nur die Medikamente nach Anweisung einzunehmen. Folgende Maßnahmen erleichtern den Alltag und helfen dabei, mit der Krankheit normal umzugehen:

  1. Lernen Sie, richtig zu atmen. Damit lässt sich die Atemnot lindern und die Angst, die bei einem Asthmaanfall aufkommt, reduzieren. Die Atemtherapie lässt sich einfach unter der Anleitung eines geschulten Atemtherapeuten erlernen. Fragen Sie Ihren Lungenfacharzt oder die Krankenkasse, wo Sie an entsprechenden Kursen teilnehmen können.
  2. Messen Sie regelmäßig Ihren sogenannten Peak-Flow. Tragen Sie die Werte in ein Asthmatagebuch ein, in das Sie auch andere wichtige Dinge vermerken – wie Stressfaktoren und sonstige Beschwerden.
  3. Meiden Sie riskante Allergene. Damit ist nicht nur gemeint, wenn möglich die Stoffe zu meiden, auf die Sie allergisch reagieren. Schlechte Luft und Rauch reizen die sowieso schon belasteten Atemwege. Dazu gehören: Rauchen und passiv rauchen, Abgase, schlecht gelüftete Räume und Räume, die mit offenem Kaminfeuer geheizt werden.
  4. Achten Sie auf Hygiene. Viele Menschen mit allergischem Asthma reagieren auf Hausstaubmilben. Rüsten Sie dann Ihren Haushalt entsprechend um: Glatte Böden statt Teppichboden, keine Staubfänger, Jalousien statt Vorhänge. Spezielle Matratzen, Bettdecken und Kissen bieten Hausstaubmilben keinen Unterschlupf. Daneben gibt es auch Bettwäsche, die diese unerwünschten Untermieter absperrt.
  5. Bewegen Sie sich. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, inwieweit Sie sich belasten dürfen. Schwache Atemwege lassen sich durch etwas Sport stärken. Dabei jedoch nicht übertreiben, sondern die Sache langsam angehen, etwa in einer Lungensportgruppe, die es analog zu den Herzsportgruppen in allen größeren Gemeinden und Städten gibt.
  6. Gönnen Sie sich öfter mal einen Urlaub in den Bergen oder am Meer. Das Reizklima in diesen Regionen ist für Asthmatiker eine Wohltat. Sowohl in Küstennähe als auch in einer Höhe ab 1500 Meter gibt es naturgemäß wenige Allergene.
  7. Erlernen Sie Entspannungstechniken. Autogenes Training und Progressive Muskelentspannung nach Jacobson helfen, Stress und Angst zu reduzieren – worunter Asthmapatienten wegen ihrer Erkrankung häufig leiden.