Häufige Allergieauslöser und Therapien

Lebensmittelallergie: Mutter und Kind

Babys und Kleinkinder leiden besonders häufig unter Nahrungsmittelallergien. Das noch unreife Immunsystem ist gerade dabei zu lernen, welche Eiweiße zum eigenen Körper gehören und welche schädlich sind und abgewehrt werden müssen.

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Kleinkinder reagieren häufig allergisch auf Grundnahrungsmittel, weil sie noch lernen müssen, Proteine zu klassifizieren.

Kommen in diesem Prozess zu früh große Eiweißmoleküle ins Spiel, stuft der kindliche Darm die Proteine fälschlicherweise als gefährlich ein und entwickelt dagegen eventuell IgE-Antikörper.

Vor allem Grundnahrungsmittel wie Milch, Eier, Weizen und Nüsse machen Säuglingen und Kleinkindern zu schaffen. Bei Säuglingen liegt das Kuhmilcheiweiß, bei Kleinkindern das Hühnerei an erster Stelle der Allergieauslöser, gefolgt von Soja. Sojamilch eignet sich daher in diesem Alter nur bedingt als Alternative zu Kuhmilch. Bei den meisten Kleinkindern (etwa 75 Prozent) verschwindet die Allergie bis zum Grundschulalter von alleine wieder. Daher sollte der Arzt die Überempfindlichkeit alle ein bis zwei Jahre kontrollieren.

Kaiserschnitt und bestimmte Lebensmittel könnten das Allergierisiko erhöhen

Es ist nicht eindeutig nachgewiesen, ob und wie man Kinder vor einer Lebensmittelallergie bewahren kann, indem man bestimmte Nahrungsmittel in der Ernährung von Mutter und Kind weglässt. Es gibt allerdings Hinweise darauf, dass Mütter das Allergierisiko ihres Kindes verringern können, wenn sie während der Schwangerschaft oder Stillzeit viel Fisch essen.

Kinder, die vier bis sechs Monate lang gestillt wurden, erkranken offenbar seltener an Nahrungsmittelallergien. Eine US-Studie legt zudem nahe, dass Babys, die per Kaiserschnitt zur Welt kommen, häufiger Allergien entwickeln. Die Forscher begründen diesen Zusammenhang damit, dass diesen Kindern der Kontakt zu Bakterien im Geburtskanal fehle, der bei normalen Geburten für eine Stärkung des Immunsystems sorge.

Allergie in der Schwangerschaft: Medikamente sparen

Schwangere sollten bei der Einnahme von Antiallergika besonders zurückhaltend sein. Nasensprays mit Kortison oder Cromoglicinsäure sind für Schwangere aber unbedenklich. Rezeptfreie H1-Antihistaminika nehmen werdende Mütter ebenso ein. Schwangere sollten jedoch nach Möglichkeit auf die Einnahme verzichten, da bislang keine Untersuchungen über mögliche Risiken vorliegen. Das gilt vor allem für die neueren Präparate.

Auch bei Kindern ist Vorsicht geboten, da der Wirkstoff Entwicklungsprozesse im kindlichen Gehirn stören kann. Zudem gibt es bislang keine klaren Angaben über eine kindgerechte Dosierung von Antihistaminika gegen die Allergie. Lesen Sie den Beipackzettel immer genau durch und halten Sie sich an die Altersempfehlungen. Im Idealfall sprechen Sie die Dosierung mit dem Arzt ab.