Schnupfen: Basiswissen

Als Schnupfen wird eine akute oder chronische Entzündung der Nasenschleimhaut bezeichnet, die beide Nasenhöhlen auskleidet. Dann macht sich im Nasen-Rachen-Raum ein brennender Schmerz bemerkbar. Die Schleimhaut sondert daraufhin zunächst wässriges, später auch gelblich eitriges Sekret ab und schwillt an. Die Folge: Das Atmen durch die Nase fällt schwer, mitunter ist sie bei Schnupfen auch völlig verstopft.

schnupfen_basiswissen.jpg
Als Schnupfen wird eine Entzündung der Nasenschleimhaut bezeichnet.

Zudem befindet sich in der Nasenschleimhaut auch die sogenannte Riechschleimhaut, deren Zellen mit dem Riechzentrum im Gehirn kommunizieren. Deshalb kann, wer an Schnupfen leidet, Gerüche nicht mehr so gut wahrnehmen. Und auch der Geschmackssinn wird durch Schnupfen in Mitleidenschaft gezogen.

Erkältungsviren wandern in Tröpfchen

Am häufigsten kommt es zu akutem Schnupfen im Rahmen einer Erkältung. Die Auslöser sind Viren: Die Erreger, die in sehr kleinen Tröpfchen in der Luft schweben ­ beispielsweise, wenn ein an Schnupfen Erkrankter niest. Ein weiterer Übertragungsweg sind Berührungen. So wandern die Viren von Mensch zu Mensch, oder auch von Gegenständen auf Menschen.

In den meisten Fällen bemerken wir von solchen Übertragungen nichts. Denn das Immunsystem weiß sich durchaus gegen die Angreifer zu wehren. Auf der Nasenschleimhaut ansiedeln und sich vermehren können die Krankheitserreger jedoch, wenn die körpereigene Immunabwehr geschwächt ist.

Akuter Schnupfen heilt normalerweise nach sieben bis zwölf Tagen ohne Behandlung aus. In manchen Fällen kommt es zusätzlich zu einer bakteriellen Infektion (Sekundärinfektion). Dann machen sich Beschwerden wie Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Halsschmerzen und Husten bemerkbar, bisweilen auch Fieber.

"Mit Behandlung dauert ein Schnupfen gut sieben Tage, ohne Behandlung gut eine Woche", sagt der Volksmund ­ und hat damit durchaus auch Recht. Effektiv Therapieren lässt sich die Erkrankung nämlich nicht. Allerdings kann man die Beschwerden, die der Schnupfen verursacht, wirksam lindern.

Nachwuchs bekommt häufiger Rhinitis

Kinder leiden gemeinhin öfter an Schnupfen als Erwachsene. Das liegt daran, dass das kindliche Abwehrsystem noch nicht vollständig ausgereift ist. Babys sind besonders anfällig, zumal ihr Immunsystem anfangs nur etwa 60% seiner späteren Leistungsfähigkeit hat. Allerdings haben solche Infekte auch einen Sinn: Sie trainieren und stärken die Abwehrkräfte.

Besonders häufig erwischt es Babys, nachdem sie abgestillt wurden. Denn bis dahin schützt der sogenannte mütterliche Nestschutz den Nachwuchs vor diversen Krankheitserreger.