Schnupfen: Bei Mutter und Kind

Bei vielen der rezeptfrei erhältlichen Medikamente gegen Schnupfen sollten Schwangere und Stillende einiges beachten. Es stehen Müttern und Kindern eine ganze Reihe verträglicher Arzneien zur Symptomlinderung zur Auswahl.

Schnupfen: Bei Mutter und Kind
Die Kleinen sollte man besonders vor einer Ansteckung schützen.
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Vor allem in den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft sollten Frauen die Symptome von Schnupfen möglichst nur mit Hausmittel lindern, die in der folgenden Rubrik „Hausmittel und Selbsthilfe“ finden.

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Abschwellend wirkende Nasentropfen sollten Schwangere und Stillende nur so kurz wie möglich einsetzen. Die Dosis lässt sich reduzieren, wenn man jeweils nur in ein Nasenloch das Wirkstoff-haltige Nasenspray (geeignet: Oxymetazolin, Xylometazolin) sprüht, in das Andere hingegen Koch- oder Meersalzlösung.

 

Schnupfen beim Nachwuchs vorbeugen

Babys und Kleinkinder plagt ein Schnupfen besonders stark, da sie normalerweise nur durch die Nase atmen. Auf Mundatmung umzustellen, fällt ihnen schwer. Außerdem sind sie noch nicht in der Lage, die Nase zu schneuzen. Deshalb ist gründliche Nasenpflege bei den ganz Kleinen besonders wichtig. Dass die Nase nicht wund wird, lässt sich durch ein wenig Vaseline erreichten, die man um die Nasenlöcher verteilt. Den gleichen Zweck erfüllt Majoranbutter, die man selbst zubereiten kann: Wenig Butter schmelzen, einen Teelöffel getrockneten Majoran hinzufügen, kurz ziehen lassen, durchseihen und abkühlen lassen.

Die ganz Kleinen möglichst vor Ansteckung zu schützen, empfiehlt sich vor allem, wenn die Eltern oder ältere Geschwisterkinder eine Schnupfnase haben. Dann ist häufiges und gründliches Händewaschen vonnöten. Auch den Bruder oder die Schwester des Babys sollten die Eltern dazu anhalten, vor allem, bevor sie das kleine Geschwisterchen anfassen.

Ein vor allem für Kinder geeignetes Mittel bei Schnupfen ist das Zwiebelpäckchen: Schneiden Sie eine viertel Zwiebel klein, wickeln sie die Stückchen in ein Stoff- oder Papiertuch. Dieses Päckchen platzieren Sie in direkter Nähe des Kinderbettes. Die Inhaltsstoffe der Zwiebel wirken nämlich sekretlösend und entzündungshemmend.

 

Beschwerden bei Babys und Kleinkindern wirksam lindern

Setzt hartnäckiger Schnupfen und eine stark verstopfte Nase dem Kind zu, erfüllen einige Tropfen von lauwarmen Kamillentee mit viel Zucker den gleichen Effekt wie Nasentropfen. (Dieses Mittel eignet sich natürlich auch für Erwachsene mit Schnupfen.)

Ein alter Hebammen-Trick: Babys mit verstopfter Nase, die noch gestillt werden, können Sie ein paar Tropfen Muttermilch in die Nase tröpfeln. Die Milch enthält nämlich wichtige Abwehrstoffe und unterstützt das Abschwellen der Nasenschleimhaut.

Damit die Kleinen besser schlafen können, schieben Sie ein flaches Kissen oder ein zusammengefaltetes Handtuch unter die Matratze des Kinderbetts. So liegt das Köpfchen höher und das Baby kann leichter abhusten und bekommt besser Luft.

Achten sollten Sie auch darauf, dass Ihr Baby besonders viel trinkt, wenn es Schnupfen hat. Denn bei ausreichender Flüssigkeitszufuhr wird der Nasenschleim flüssiger und löst sich dadurch leichter.

Auch auf Mittel aus der Homöopathie können Sie bei Kindern mit Schnupfen getrost zurückgreifen. Tropft die Nase eines Babys oder Kleinkinds ständig, wird schließlich vielleicht gar wund, und muss das Kleine immer wieder niesen, während die Augen tränen, lohnt ein Behandlungsversuch mit Allum cepa D6 (Küchenzwiebel).

Wenn das Kind nachts schlecht schläft, weil seine Nase verstopft ist, und nehmen die Beschwerden im Liegen zu, sollte man Sambucus nigra D3 (Schwarzer Holunder) einsetzen.

Pulsatilla D6 (Wiesenküchenschelle) ist zu empfehlen, wenn das Nasensekret gelblich-grün und zäh ist, und die Nase des Kindes abwechselnd läuft und verstopft ist. Pulsatilla hat sich zudem bei Babys mit Schnupfen bewährt, die während ihrer Erkältung sehr oft weinen.