Schnupfen: Hausmittel und Selbsthilfe

Die besten Tipps gegen Schnupfen

Bei akutem Schnupfen geht es vor allem darum, die Beschwerden zu lindern. Hausmittel, die den Verlauf der Infektion mit typischen Beschwerden merkbar mildern, die Dauer des Schnupfens jedoch nicht verkürzen, gibt es eine ganze Reihe.

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Schmeckt gut und hilft bei Schnupfen: Hühnerbrühe.
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  • Seit Generationen bewährt hat sich bei Schnupfen heiße Hühnerbrühe. Denn die lindert die Entzündung in der Nasenschleimhaut und lässt sie abschwellen.

  • Bestrahlungen des Gesichts mit Rotlicht und Halswickel mit Kamille oder Quark vermögen die Pein zu lindern.

  • Eine Nasenspülung mit Salzlösung reinigt die verstopfte Nase und befreit sie zudem von Schleim, der mit zahllosen Bakterien besiedelt ist. Zum Spülen verwenden kann man physiologische Kochsalzlösung aus der Apotheke; die Lösung lässt sich aber auch ganz leicht selbst herstellen: Dafür braucht man nur einen Teelöffel Salz in einem halben Liter Wasser aufzulösen. Um die Nase zu spülen, muss man ein Nasenloch zuhalten und mit dem anderen die Salzlösung aus der hohlen Hand hochschnupfen. Wem das Procedere unangenehm ist, kann eine Nasenspülkanne verwenden.

  • Läuft die Nase ständig, sind Dampfinhalationen zu empfehlen. Verdampfen kann man beispielsweise Kamillen- oder Fencheltee. Wer lieber Wasser mit ätherischen Ölen verwenden möchte, sollte nicht mehr als ein bis zwei Tropfen des Öls in ein Liter heißes Wasser verwenden. Angenehm bei Schnupfen sind beispielsweise Öle aus Menthol, Kampfer oder Eukalyptus. Letzt genanntes sollte man allerdings nicht einsetzen bei Kindern und Asthmatikern.

  • Wohltuende Heilpflanzentees bei Erkältung und Schnupfen sind Lindenblüten-, Holunderblüten- und Kamillentee. Allerdings sollte man von dem Sud mindestens vier Tassen pro Tag trinken.

  • Kündigt sich der Schnupfen mit Niesen und Kribbeln in der Nase an, ist die Nase gerötet und empfindlich, lohnt ein Versuch mit Schüßler Salz Nr. 3 Ferrum phosphoricum D12. Auf die wunde Nase empfiehlt es sich, Nr. 8 (Natrium chloratum) als Salbe aufzutragen.

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Jod ­- ein altbekanntes Hausmittel gegen Rhinitis

Trinken von Jodwasser ist ein altes Hausmittel, das man bei den ersten Anzeichen von beginnendem Schnupfen zu sich nehmen sollte: Einfach einem Glas Wasser einen Tropfen zehnprozentige Jodtinktur hinzufügen. Das Jod soll den Flüssigkeitshaushalt der Nasenschleimhäute regulieren und so den Ausbruch des Schnupfens verhindern.

Als Alternative bietet sich das Schüßler-Salzes Nr. 14, Kalium jodatum D6 an. Halbstündilich verabreicht soll es den gleichen Zweck erfüllen.



In der Homöopathie gilt Kalium jodatum (Kali-i.) als Mittel gegen Schnupfen mit reichlichem, wässrigem und scharfem Sekret, der sich nachts und in geschlossenen Räumen verschlimmert, während frische Luft und Bewegung den Zustand bessern. Dennoch: Selbstbehandlung mit Jod ist tabu bei bekannter Schilddrüsenerkrankung oder Jodüberempfindlichkeit.

Allgemeine Tipps zur Selbsthilfe bei Schnupfen

Wen Schnupfen plagt, sollte sich körperlich schonen; Verzichten Sie auf Sport und anstrengende Arbeiten. Außerdem empfiehlt es sich, viel zu trinken. Zwei bis drei Liter pro Tag sollte man schon zuführen, am besten in Form von warmen Kräutertees, Mineralwasser und mit Wasser verdünnten Fruchtsäften.

Leichte, vitaminreiche Ernährung verteilt auf mehrere kleine Mahlzeiten pro Tag bekommen den Betroffenen besser als weniger große Portionen. Wer neben dem Schupfen auch Schluckbeschwerden hat, sollte weiches, nur schwach gewürzte Speisen bevorzugen.

Ist die Körpertemperatur nicht erhöht, verschaffen kurze Spaziergänge an der frischen Luft durchaus Erleichterung. Halten Sie sich bei Aufenthalten im Freien warm; aber packen Sie sich nicht so dick ein, dass Sie zu schwitzen beginnen.

Die Pein durch Schnupfen lässt sich reduzieren, wenn man die Luftfeuchtigkeit im Raum erhöht. Bewerkstelligen lässt sich dies durch Luftbefeuchter, oder indem man feuchte Tücher auf die Heizung legt. Außerdem sollte man in Räumen regelmäßig lüften. Vom Rauchen (auch Passivrauchen) und Genuss von Alkoholischen Getränken ist dringend abzuraten.

Besser schlafen können Menschen mit Schnupfen mit etwas erhöhtem Kopf. Denn dadurch wird das Atmen trotz verstopfter Nase etwas leichter.