Verstopfung: Hausmittel und Selbsthilfe

Die besten Hausmittel gegen Verstopfung

Sauerkraut und Apfelessig als Mittel gegen (Darm) Verstopfung? Sie erhalten Informationen über alte Hausmittel gegen Verstopfung.

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Ballaststoffreiche Ernährung ist als Hausmittel gegen Verstopfung empfehlenswert.
Getty Images/Hemera

Bei leichter Verstopfung kann bereits mit einfachen Hausmitteln Abhilfe geschaffen werden. Eine gesunde Lebensführung kann dazu beitragen, dass es gar nicht erst zu einer Verstopfung kommt.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Verstopfung:

  • ballaststoffreiche Ernährung
  • ausreichend Bewegung
  • ausreichend Zeit für den Toilettengang nehmen, Stuhlgang nicht unterdrücken
  • Vermeidung von stopfenden Nahrungsmitteln (siehe Tabelle)
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      Verstopfungen lässt sich mit einer ballaststoffreichen Ernährung gegensteuern. Die Fasern erhöhen das Volumen des Stuhls und erleichtern die Ausscheidung. Wir stellen die elf besten Ballaststoffquellen vor

  • Abführmittel nur kurzzeitig einnehmen, weil Dauergebrauch zu Verstopfung führen kann
  • ausreichend trinken (zwei bis drei Liter pro Tag)

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist bei Menschen im jungen und mittleren Erwachsenenalter meist kein Problem. Im höheren Lebensalter lässt jedoch das Durstgefühl nach, daher ist die tägliche Trinkmenge bei älteren Menschen oft zu gering. Das kann eine Verstopfung begünstigen.

Folgende Hausmittel gegen Verstopfung sind empfehlenswert:

  • morgens auf nüchternen Magen ein Glas Wasser oder Fruchtsaft trinken (löst einen Magen-Darm-Reflex aus)
  • kreisförmige Massage des Unterbauches
  • Verzehr von getrockneten Pflaumen oder Ballaststoffen, Trinken von Sauerkraut-Saft
  • starker Kaffee bei Menschen, die selten oder nie Kaffee trinken
  • zusätzliche Einnahme von Ballaststoffen
  • zum Test

    Sie haben das Gefühl, mit Ihrer Verdauung läuft es nicht richtig und fühlen sich unwohl? Machen Sie doch mal den Test!

Mit Ballaststoffen gegen Verstopfung

Ballaststoffe (auch als Quell- oder Füllstoffe bezeichnet) sind unverdauliche Substanzen, die größere Mengen Wasser binden können. Im Darm führt dies zur Erweichung des Stuhls und zum Vergrößerung des Darminhaltes. Die Darmwand wird gedehnt, dadurch kommt es zu einem Reflex, der den Stuhlgang auslöst (Defäkationsreiz).

Quellstoffe sind pflanzlichen Ursprungs. Da die Wirkung erst nach einigen Tagen eintritt sind sie nicht geeignet, wenn eine akute Verstopfung rasch beseitigt werden soll. Quellstoffe wie

  • Weizenkleie
  • Leinsamen
  • Flohsamenschalen eignen sich zur Behandlung leichter Formen der Verstopfung. Manchmal kommt es unter der Behandlung zu Blähungen. Um dies zu vermeiden empfiehlt es sich, die aufgenommene Menge langsam zu steigern. Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr (2 bis 3 Liter pro Tag) sollte geachtet werden.
  • Weizenkleie: Beginn mit dreimal täglich ein Esslöffel, steigern auf dreimal täglich zwei Eßlöffel, einrühren in Joghurt oder Müsli oder Backen ist möglich
  • Leinsamen: Beginn mit zweimal täglich ein Esslöffel, steigern auf zweimal täglich zweio Esslöffel; Samen möglichst nicht zerstoßen oder gekocht anwenden, da er sonst nicht gut wirkt.
  • Flohsamenschalen: Beginn mit dreimal täglich einem Teelöffel, steigern auf dreimal täglich ein Teelöffel; in Wasser vorquellen lassen, dann trinken; Flohsamenschalen sind auch rezeptfrei als aromatisiertes Pulver (z.B. mit Orangengeschmack) erhältlich.
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