Äußerlich anzuwendende Antimykotika

Fußpilz: Rezeptfreie Medikamente

Welche Medikamente gegen Fußpilz wirken am besten?

Um Fußpilz selbst zu behandeln, gibt es verschiedene rezeptfreie, äußerlich anzuwendende Medikamente, die als Antimykotika (pilzabtötende Mittel) bezeichnet werden.

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Creme gegen Fußpilz wird äusserlich aufgetragen.
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Um Fußpilz selbst zu behandeln, gibt es verschiedene rezeptfreie, äußerlich anzuwendende Medikamente, die als Antimykotika (pilzabtötende Mittel) bezeichnet werden.

Die beiden wichtigsten Wirkstoffe in äußerlich anzuwendenden Antimykotika sind Clotrimazol und Terbinafin. Weiterhin kommen Miconazol, Bifonazol, Ketoconazol, Naftifin, Tolnaftat, Amorolfin und Ciclopirox zur Anwendung (siehe Tabelle).

Wirkstoff

Darreichungsformen

Clotrimazol Creme, Lösung, Spray, Puder
Bifonazol Creme, Lösung, Salbe, Gel, Spray
Miconazol Creme, Lösung
Ketoconazol Creme
Econazol Creme, Lösung, Lotion
Terbinafin Creme, Lösung, Spray, Gel
Naftifin Creme, Lösung, Gel
Tolnaftat Creme, Lösung
Amorolfin Creme, Nagellack
Ciclopirox Nagellack

Welche Darreichungsformen sind wann geeignet?

  • Ob eine Fußpilz-Creme, Fußpilz-Salbe, -Lösung oder ein Spray verwendet wird, hängt von den individuellen Vorlieben ab. Alle diese Darreichungsformen sind gleichermaßen gut geeignet.
  • Die Zubereitungen werden ein- bis mehrmals täglich dünn aufgetragen und einmassiert.
  • Ein Fußpilz-Spray eignet sich auch zum Einsprühen der Schuhe und/oder Strümpfe, an denen sich Hautschüppchen mit Pilzen festsetzen können.
  • Puder wird meist zur zusätzlichen Behandlung im Wechsel mit anderen Darreichungsformen wie z.B. Fußpilz - Creme oder Salben empfohlen. Es kann auch in der Nachbehandlungsphase eingesetzt werden, wenn die Beschwerden bereits verschwunden sind, jedoch nicht länger als 4 bis 5 Wochen.

Fußpilz: Geduld ist wichtig!

Der häufigste Fehler bei der Behandlung von Fußpilz ist - außer bei Zubereitungen zur einmaligen Anwendung - eine zu kurze Anwendungsdauer der Medikamente. Häufig brechen Betroffene die Behandlung ab, sobald die ersten Symptome verschwunden sind. Wichtig ist jedoch, den Fußpilz über 1 bis 2 weitere Wochen zu behandeln, da immer noch vermehrungsfähige Pilzsporen vorhanden sein können. Auch wenn die Beschwerden wie Juckreiz und Hautschuppung nur auf einen Fuß beschränkt sind, sollten in diesem Fall sicherheitshalber beide Füße behandelt werden, da am "gesunden Fuß" bereits ein Pilzbefall vorliegen kann, ohne dass Symptome spürbar sind.

Medikament zur einmaligen Anwendung

Für Betroffene, die nicht die notwendige Geduld für eine konsequente und länger dauernde Behandlung aufbringen können, eignet sich ein rezeptfreies Fußpilz - Medikament mit dem Wirkstoff Terbinafin, die nur einmal angewendet werden muss. Die Zubereitung wird ohne Einmassieren aufgetragen und eintrocknen gelassen. Danach sollten die Füße frühestens 24 Stunden nach der Behandlung gewaschen werden.

Die Zubereitung dringt tief in die Haut ein und bildet dort ein Depot, das den pilzabtötenden Wirkstoff bis zu zwei Wochen lang freisetzt.

Sonderfall Nagelpilz

  • Creme gegen Nagelpilz

Eine erfolgreiche Behandlung von Nagelpilz ist beispielsweise mit einem rezeptfreien Nagelset möglich, das eine Salbe mit den Wirkstoffen Bifonazol und Harnstoff sowie wasserfestes Pflaster und einen Schaber enthält. Die Salbe wird über maximal 2 Wochen einmal täglich in dünner Schicht auf die mit dem Pilz befallenen Nägel aufgetragen. Anschließend werden die Nägel mit dem Pflaster über 24 Stunden verklebt. In dieser Zeit weicht der befallene Nagelbereich auf und der Pilz wird abgelöst. Danach werden die befallenen Zehen in warmem Wasser gebadet und mithilfe eines Schabers die gelöste Nagelsubstanz abgekratzt.

Ein gesunder Nagel wird bei dieser Prozedur nicht angegriffen. Im Allgemeinen reichen sieben bis 14 Behandlungstage aus, bis die gesamte pilzbefallene Nagelsubstanz auf diese Weise entfernt und die Nageloberfläche wieder glatt ist. Im Anschluss empfiehlt sich eine Nachbehandlung über vier Wochen mit einer herkömmlichen Fußpilz-Creme, die den Wirkstoff Bifonazol aber keinen Harnstoff enthält.

  • Gel gegen Nagelpilz

Ein gegen Nagelpilz wirksames Gel mit dem Wirkstoff Naftifin wird zweimal täglich morgens und abends auf die befallenen Nägel aufgetragen. Die Behandlungsdauer beträgt mindestens ein bis zwei Wochen, jedoch höchstens sechs Monate.

  • Medizinischer Nagellack gegen Nagelpilz

Wenn nicht mehr als 80 Prozent der Nageloberfläche vom Pilz befallen sind, kann dieser mithilfe von medizinischem Nagellack bekämpft werden. Darin ist einer der pilzabtötenden Wirkstoffe Ciclopirox oder Amorolfin enthalten. Die befallenen Nagelflächen werden zunächst mithilfe einer Feile soweit wie möglich abgefeilt und anschließend mit einer alkoholischen Lösung, z.B. Isopropanol, entfettet. Danach wird der Nagellack aufgetragen.

Die Häufigkeit, mit der der Nagellack erneuert werden soll, richtet sich nach dem Wirkstoff und liegt zwischen alle zwei Tage und ein- bis zweimal wöchentlich. Wichtig ist eine regelmäßige Anwendung, damit der pilzabtötende Wirkstoff im Nagel immer in ausreichender Konzentration vorhanden ist. Die Behandlung von Nagelpilz ist oft langwierig und kann bis zu sechs Monate betragen.

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