Was ist Alopezie?

Haarausfall

Wissenswertes zum Thema Haarausfall und Ursachen von Haarausfall. Sie erfahren welche Möglichkeiten zur Behandlung von Haarausfall bestehen.

Haarausfall-86500745.jpg
Ein Erwachsener verliert pro Tag 60 bis 100 Haare.

Von krankhaftem Haarausfall (Alopezie) spricht man, wenn Erwachsene mehr als 60 bis 100 und Kinder mehr als 50 bis 80 Kopfhaare täglich über einen Zeitraum von mehreren Wochen verlieren. Zu den Ursachen zählen Erbfaktoren, Nährstoffmangel oder unsachgemäße Haarpflege. Von erblich bedingtem Haarausfall ist etwa jeder zweite Mann betroffen.

Von krankhaftem Haarausfall (Alopezie) spricht man, wenn Erwachsene mehr als 60 bis 100 und Kinder mehr als 50 bis 80 Kopfhaare täglich verlieren. Zu den Ursachen zählen unter anderem Erbfaktoren, Nährstoffmangel oder unsachgemäße Haarpflege. Auch einige schwerwiegende Erkrankungen wie z.B. hormonelle Störungen können zu Haarausfall führen.

Am häufigsten ist Haarausfall erblich bedingt (androgenetische Alopezie). Etwa jeder zweite Mann ab 50 leidet darunter, bei jedem dritten Mann zeigen sich die ersten Symptome bereits vor Vollendung des 30. Lebensjahres. Bei Frauen kommt erblich bedingter Haarausfall seltener vor. Die Symptome treten oft erst nach den Wechseljahren auf und es bilden sich meistens – im Gegensatz zu den Männern - auch keine völlig kahlen Stellen.

Beschwerden bei Haarausfall

Der normale Verlust an Haaren liegt bei Erwachsenen zwischen 60 und 100 pro Tag. Ein übermäßiger Haarausfall kann sich äußern als:

  • Haarausfall, der auf Bereiche in der Mitte des Kopfes, der Stirn und der Schläfen („Geheimratsecken“) beschränkt ist (erblicher Haarausfall, androgenetische Alopezie)
  • kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata), wobei die Haare büschelweise ausfallen und abgegrenzte kahle Stellen entstehen
  • gleichmäßiges Ausdünnen der Haare auf dem ganzen Kopf (diffuse Alopezie)

Der erblich bedingte Haarausfall kann bei Männern unterschiedlich stark ausgeprägt sein und verschieden schnell voranschreiten. Bei einigen Männern beginnt er bereits um das 20. Lebensjahr herum und schreitet rasch fort. Bei anderen Männern setzt er später – nach dem 30. oder sogar erst nach dem 40. Lebensjahr – ein, schreitet langsam voran oder kommt sogar zum Stillstand, sodass keine komplette Glatze auftritt.

Bei Frauen ist genetisch bedingter Haarausfall seltener als bei Männern. Er wird meist erst im höheren Lebensalter - nach den Wechseljahren - sichtbar. Es bilden sich in der Regel auch keine völlig kahlen Stellen, die Ausdünnung ist auf den oberen Kopfbereich beschränkt.

Beim kreisrunden Haarausfall bilden sich innerhalb weniger Tage kreisrunde, scharf begrenzte kahle Stellen, vor allem am Hinterkopf und den Schläfen. Diese Form des Haarausfalls kann bis zur völligen Kahlheit führen. Auch andere behaarte Körperregionen können betroffen sein. Bei einigen Betroffenen sind die Haare nach etwa 6 bis 12 Monaten wieder nachgewachsen. Manchmal kommt es nach einigen Jahren zu einem Rückfall.

Beim diffusen Haarausfall wird das Haar gleichmäßig am gesamten Kopf dünner. Männer und Frauen sind gleich häufig betroffen. So erkennt man erblich bedingten Haarausfall:

  • Der Haarausfall besteht seit mehreren Wochen oder Monaten
  • Der Haarausfall tritt vor allem an Stirn und Schläfe („Geheimratsecken“) und am Ober- oder Hinterkopf („Glatze“) auf
  • Eltern oder Großeltern haben auch unter dieser Form des Haarausfalls gelitten.
  • Die einzelnen Haare werden dünner.

Treffen diese 4 Punkte zu, dann handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um erblich bedingten Haarausfall.

Behandlung des Haarausfalls

Haarausfall kann durch äußerlich anzuwendende Mittel oder mit Wirkstoffen zum Einnehmen behandelt werden. Welcher Wirkstoff eingesetzt wird, hängt auch davon ab, ob es sich um erblich bedingten, kreisrunden oder diffusen Haarausfall handelt.Sichtbar ist der Behandlungserfolg oft erst nach 3 bis 6 Monaten. Eine dauerhafte Behandlung ist meistens unumgänglich, denn für fast alle Präparate gilt: werden sie abgesetzt, gehen die neu gewonnenen Haare bald wieder verloren.

Behandlung des erblichen Haarausfalls

Äußerliche Behandlung

Alfatradiol

Alfatradiol (17-alpha-Estradiol) wird äußerlich als Lösung angewendet. Der Wirkstoff darf nicht bei Kindern und in der Schwangerschaft oder Stillzeit eingesetzt werden.

Minoxidil und Aminexil

Minoxidil und Aminexil sind chemisch verwandte Stoffe. Sie werden äußerlich angewendet. Die Behandlung muss solange erfolgen, wie der Haarausfall gestoppt werden soll. Bei Männern wird Minoxidil in höheren Konzentrationen eingesetzt als bei Frauen.

Mittel zum Einnehmen

Finasterid

Finasterid ist ein rezeptpflichtiger Wirkstoff. Er wird täglich in Form einer Tabelle eingenommen. Nach Absetzen von Finasterid wird nach 9 bis 12 Monaten der ursprüngliche Zustand wieder erreicht. Frauen dürfen den Wirkstoff nicht einnehmen.

Antiandrogen wirkende Pille

Frauen, die unter erblich bedingtem Haarausfall leiden und mit der Pille verhüten, können sich von ihrem Frauenarzt eine Pille mit dem Wirkstoff Cyproteronacetat verschreiben lassen. Cyproteronacetat wirkt in der Kopfhaut als Gegenspieler der männlichen Hormone, die für den Haarausfall verantwortlich gemacht werden.

Behandlung des kreisrunden Haarausfalls

Die Behandlung des kreisrundem Haarausfalls ist sehr schwierig, da die Ursachen nicht genau bekannt sind. Man vermutet unter anderem Störungen des Immunsystems. Eine Behandlungsmöglichkeit ist die Einnahme von Zink; sie soll schädliche Immunreaktionen im Bereich der Haarwurzeln mildern können.

Behandlung des diffusen Haarausfalls

Diffuser Haarausfall lässt sich stoppen, wenn die Ursachen dafür gefunden und behoben werden.Manchmal ist ein Nährstoffmangel (vor allem an Eisen, Zink, B-Vitaminen, Eiweiß) die Ursache. Der Art kann dies mithilfe von Bluttests feststellen. In diesem Fall empfiehlt sich die Einnahme eines Vitamin- oder Mineralstoff-Präparats, z.B. mit:

  • Zinksalzen (z.B. Zinkorotat, Zink-D-gluconat, Zinksulfat)
  • Eisensalzen (z.B. Eisenglycinsulfat)
  • B-Vitaminen (z.B. Biotin, Pantothensäure)

Weitere Behandlungsmöglichkeiten zur äußerlichen Anwendung

Kortison

Kortisone (z.B. Dexamethason, Prednisolon) sind rezeptpflichtig. Sie wirken entzündungshemmend und können außerdem in der Kopfhaut die männlichen Hormone, die zerstörerisch auf die Haarwurzeln wirken, blockieren.

Sonstige Zubereitungen

Er sind zahlreiche Haarpflege-Produkte (Shampoos, Spülungen, Haarwässer) auf dem Markt, die unter anderem entzündungshemmend und durchblutungsfördernd auf die Kopfhaut wirken. Außerdem gibt es Präparate mit pflanzlichen Wirkstoffen zum Einnehmen, die den Haarwuchs fördern sollen.

Die darin enthaltenen Wirkstoffe sind z.B.:

  • Salicylsäure
  • Coffein
  • Kampferspiritus
  • Hefe
  • Hirseextrakt
  • Klettenwurzelextrakt
  • Sabalextrakt

Für diese Wirkstoffe konnte bei erblich bedingtem Haarausfall noch kein Effekt nachgewiesen werden. Bei anderen Ursachen hängt die Wirkung von den individuellen Gegebenheiten ab.

Ursachen des Haarausfalls

Beim Haarausfall, das heißt einem Verlust von mehr als 100 (bei Kindern von mehr als 80) Haaren pro Tag, unterscheidet man drei Formen:

  • erblichen Haarausfall (androgenetische Alopezie): Haarausfall, der auf Bereiche in der Mitte des Kopfes, der Stirn und der Schläfen („Geheimratsecken“) beschränkt ist
  • kreisrunden Haarausfall (Alopezia areata), wobei die Haare büschelweise ausfallen und abgegrenzte kahle Stellen entstehen
  • diffusen Haarausfall: gleichmäßiges Ausdünnen der Haare auf dem ganzen Kopf (diffuse Alopezie)

Erblich bedingter Haarausfall

Ursache eines erblich bedingten Haarausfall ist eine genetisch vorbestimmte Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegen das männliche Hormon Dihydrotestosteron.

Kreisrunder Haarausfall

Beim kreisrunden Haarausfall kann der Grund häufig nicht gefunden werden. Störungen des Immunsystems oder psychische Erkrankungen werden als Ursachen vermutet.

Diffuser Haarausfall

Diffuser Haarausfall ist zunächst eine normale Alterserscheinung. Darüber hinaus kommen sehr viele weitere Ursachen in Frage, z.B.:

Wenn der diffuse Haarausfall eine vorübergehende Ursache (z.B. einen Nährstoffmangel) hat, dann fallen die Haare nicht sofort aus, sondern erst nach zwei bis drei Monaten. Daher sollte in diesem Zeitraum nach der Ursache geforscht werden.

Welches Symptom, welche Krankheit?
  • Der SymptomfinderDer Symptomfinder

    Woran liegt es, dass Sie Bauchweh haben? Finden Sie mit der Yavivo-Puppe den Grund für bestimmte Symptome heraus. mehr...