Shampoos, Spülungen & Co.

Haarausfall: Rezeptfreie Medikamente

Was tun gegen Haarausfall? Wir stellen rezeptfreie Medikamente und Mittel gegen Haarausfall vor und erklären Therapie und Wirkstoffe.

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Die meisten Präparate werden äußerlich aufgetragen.
Getty Images/Pixland

Die Behandlung eines Haarausfalls kann durch äußerlich anzuwendende Mittel oder Wirkstoffe zum Einnehmen erfolgen. Welcher Wirkstoff eingesetzt wird, hängt auch von der Form des Haarausfalls ab.

Sichtbar ist der Behandlungserfolg oft erst nach 3 bis 6 Monaten. Eine dauerhafte Behandlung ist meistens unumgänglich, denn für fast alle Präparate gilt: werden sie abgesetzt, gehen die neu gewonnenen Haare bald wieder verloren.

Behandlung des erblichen Haarausfalls

  • Alfatradiol

Alfatradiol (17-alpha-Estradiol) wird äußerlich als Lösung angewendet. Der Wirkstoff darf nicht bei Kindern und in der Schwangerschaft oder Stillzeit eingesetzt werden.

  • Minoxidil und Aminexil

Minoxidil und Aminexil sind chemisch verwandte Stoffe. Sie werden äußerlich angewendet. Die Behandlung muss solange erfolgen, wie der Haarausfall gestoppt werden soll. Bei Männern wird Minoxidil in höheren Konzentrationen eingesetzt als bei Frauen.

Behandlung des kreisrunden Haarausfalls

Die Behandlung des kreisrundem Haarausfalls ist sehr schwierig, da die Ursachen nicht genau bekannt sind. Man vermutet unter anderem Störungen des Immunsystems. Eine Behandlungsmöglichkeit ist die Einnahme von Zink; sie soll schädliche Immunreaktionen im Bereich der Haarwurzeln mildern können.

Behandlung des diffusen Haarausfalls

Diffuser Haarausfall lässt sich stoppen, wenn die Ursachen dafür gefunden und behoben werden. Manchmal ist ein Nährstoffmangel (vor allem an Eisen, Zink, B-Vitaminen, Eiweiß) die Ursache. Der Art kann dies mithilfe von Bluttests feststellen. In diesem Fall empfiehlt sich die Einnahme eines Vitamin- oder Mineralstoff-Präparats, z.B. mit:

  • Zinksalzen (z.B. Zinkorotat, Zink-D-gluconat, Zinksulfat)
  • Eisensalzen (z.B. Eisenglycinsulfat)
  • B-Vitaminen (z.B. Biotin, Pantothensäure)

Weitere Behandlungsmöglichkeiten bei Haarausfall

Es sind zahlreiche Haarpflegeprodukte (Shampoos, Spülungen, Haarwässer) auf dem Markt, die unter anderem entzündungshemmend und durchblutungsfördernd auf die Kopfhaut wirken. Außerdem gibt es Präparate mit pflanzlichen Wirkstoffen zum Einnehmen, die den Haarwuchs fördern sollen.

Die darin enthaltenen Wirkstoffe sind z.B.:

Für diese Wirkstoffe konnte bei erblich bedingtem Haarausfall noch kein Effekt nachgewiesen werden. Bei anderen Ursachen hängt die Wirkung von den individuellen Gegebenheiten ab.

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Letzte Aktualisierung: 22. Oktober 2014

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