Cremes & Salben

Trockene Haut: Rezeptfreie Medikamente

Rezeptfreie Zubereitungen bei trockener Haut sollen zum einen den Mangel an Fett und/oder Feuchtigkeit ausgleichen und zum andern die Barriere-Funktion der Haut verbessern.

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Viele rezeptfreie Cremes und Salben helfen bei trockener Haut.
© iStock.com/bymuratdeniz

Rezeptfreie Zubereitungen bei trockener Haut sollen zum einen den Mangel an Fett und/oder Feuchtigkeit ausgleichen und zum andern die Barriere-Funktion der Haut verbessern. Wichtig ist auch der Schutz der trockenen Haut vor schädlichen äußeren Einflüssen, z.B. vor Sonnenbestrahlung oder der (berufsbedingten) Einwirkung von chemischen Substanzen.

Zubereitungen zur Pflege der trockenen Haut

Rückfettende Basis-Cremes und -Salben bei trockener Haut

Diese Hautpflegemittel enthalten keine speziellen Wirkstoffe und werden daher als Basis-Zubereitungen bezeichnet. Sie gleichen das Defizit an Fettstoffen und Feuchtigkeit in der Haut aus. Es handelt sich dabei entweder um Öl-in-Wasser-Emulsionen, bei denen der Feuchtigkeitsanteil dominiert, oder um Wasser-in-Öl-Emulsionen, die einen dominierenden Fettanteil aufweisen. Welche Emulsionsart angewendet wird, richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen und dem Hauttyp des Betroffenen. Zu den Fettstoffen in diesen Zubereitungen zählen beispielsweise Linolsäure, Jojobaöl, Mandelöl, Olivenöl oder Nachtkerzensamenöl.

Cremes und Salben mit Harnstoff und weiteren feuchtigkeitsbindenden und hautpflegenden Substanzen

Zubereitungen zur Pflege trockener Haut enthalten häufig Harnstoff, da diese Substanz gut Wasser binden kann und dadurch den Feuchtigkeitsgehalt der Haut erhöht. Weitere Substanzen, die Feuchtigkeit in der Haut zurückhalten können, sind Sorbitol, Glycerol, Kollagen oder Hyaluronsäure. Häufig sind daneben noch weitere hautpflegende Substanzen wie Vitamin A und E oder Dexpanthenol enthalten.Ölbäder bei trockener HautÖlbäder zur Pflege trockener Haut enthalten hauptsächlich folgende Öle:

  • Sojabohnenöl
  • Erdnussöl
  • Paraffinöl

Die Badetemperatur sollte 32-36°C betragen, die Badedauer 10-15 Minuten. Seifen oder Syndets dürfen nicht gleichzeitig angewendet werden. Nach dem Baden ist die Haut mit einem dünnen Fettfilm überzogen. Um diesen nicht zu entfernen, sollte die Haut nach dem Baden nicht "trockengerubbelt", sondern nur sanft abgetupft werden.

Zubereitungen zur Pflege besonders empfindlicher Haut

Trockene Haut ist sehr empfindlich und neigt daher auch schneller zu Rötungen oder Juckreiz als normale Haut. Bei derartigen Beschwerden empfiehlt sich die Anwendung von Zubereitungen mit Wirkstoffen wie Dexpanthenol, Polidocanol oder Johanniskrautextrakt, die gegen Rötungen oder Juckreiz wirksam sind. Sie werden etwa 1 bis 2 Wochen lang auf die betroffenen Hautareale aufgetragen.

Dexpanthenol

Zubereitungen mit Dexpanthenol eignen sich für trockene Haut, die zusätzlich leicht entzündet ist, was sich an einer leichten Rötung erkennen lässt. Der Wirkstoff unterstützt die Regenerationsprozesse in der Haut und trägt daher dazu bei, die gestörte Barrierefunktion wiederherzustellen.

Polidocanol

Polidocanol hat eine juckreizlindernde Wirkung und verhindert dadurch, dass sich der Betroffene kratzt und damit den Zustand der Haut verschlimmert. Polidocanol ist in Zubereitungen für trockene Haut meist in Kombination mit anderen Inhaltsstoffen, z.B. Harnstoff, enthalten.

Johanniskrautextrakt

Johanniskrautextrakt unterstützt ebenfalls die Barrrierefunktion trockener Haut, da er antibakteriell und entzündungshemmend wirkt.

Zubereitungen zum Schutz der Haut

Da trockene Haut sehr empfindlich ist, muss sie über die intensive Pflege hinaus zusätzlich besonders vor schädlichen äußeren Einflüssen geschützt werden. Wichtig ist vor allem ein ausreichender Sonnenschutz, im Winter Kälteschutz sowie gegebenenfalls ein Schutz vor der (berufsbedingten) Einwirkung von Chemikalien.

Sonnenschutz

Menschen mit trockener Haut sollten besonders auf einen hohen Lichtschutzfaktor achten und auf keinen Fall auf das Eincremen nach dem Sonnenbad mit "Apres-Sun"-Präparaten verzichten. Soll gleichzeitig eine Kälteschutzcreme angewendet werden, gilt die Regel "Sonnenschutz unter Kälteschutz".

Kälteschutz

An einen Kälteschutz für die trockene Haut sollte ab einer Außentemperatur von unter 8°C und vor allem auch beim Wintersport gedacht werden. Empfehlenswert sind beispielsweise Lipogele, da sie aufgrund ihres hohen Fettanteils einen guten Schutz gegen Kälte bieten. Auch der Hals- und Ohrenbereich müssen eingecremt werden. Die Lippen werden mit fettreichen Lippenpflegestiften mit UV-Filter geschützt. Eine Kälteschutzcreme muss nach dem Aufenthalt im Freien entfernt werden, da sonst die Gefahr eines Wärmestaus besteht.

Schutz vor Chemikalien

Durch Chemikalien, die im Haushalt oder im Beruf auf die trockene Haut einwirken, sind vor allem die Hände gefährdet. Zum Schutz eignen sich spezielle Hautschutzsalben mit Inhaltsstoffen wie Silikonöl oder weißem Vaselin. Auch das Tragen von Handschuhen bietet trockener Haut Schutz vor aggressiven Substanzen. Unter Gummihandschuhen sollte dabei immer ein Paar Baumwollhandschuhe getragen werden.

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