Reinigung und Pflege

Trockene Haut: Hausmittel

Wer zu trockener Haut neigt, sollte bei der Reinigung und Pflege bewusst auf Produkte verzichten, die die Haut noch weiter austrocknen können. Auch äußere schädliche Einflüsse sollten so gut es geht von der Haut ferngehalten werden.

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Eine bewusste Wahl der Pflegeprodukte hilft, um die Haut vor schädlichen Einflüssen zu schützen.
Getty Images/Polka Dot RF

Wer zu trockener Haut neigt, sollte bei der Reinigung und Pflege bewusst auf Produkte verzichten, die die Haut noch weiter austrocknen können. Auch äußere schädliche Einflüsse sollten so gut es geht von der Haut ferngehalten werden.

Reinigung der trockenen Haut

Bei trockener Haut ist das Ziel der Reinigung, Verschmutzungen, überschüssige Hautbestandteile wie Hautschüppchen, Schweiß oder Talg, unerwünschte Krankheitserreger und evtl. Reste von Kosmetika so schonend zu beseitigen, dass die Haut dabei nicht zusätzlich belastet wird. Dazu müssen einige Grundregeln beachtet werden.

1. Reinigung nur so oft wie unbedingt nötig

Wer zu trockener Haut neigt, sollte auf allzu häufiges Waschen, Duschen oder Baden verzichten. Um wasserlöslichen Schmutz und Schweiß zu entfernen reicht meist gründliches Waschen am Morgen und am Abend aus. Wer gern duscht, sollte dies nicht häufiger als einmal täglich tun. Ein Vollbad sollte nicht häufiger als ein- oder zweimal pro Woche genommen werden. Die Wassertemperatur sollte dabei nicht zu hoch sein, beim Duschen 34-36°C, beim Baden 36-39°C, da ansonsten zu viele Fettstoffe aus der Haut herausgespült werden.

2. Milde Reinigungsprodukte verwenden

Reinigungsprodukte für trockene Haut sollten einerseits eine gute Reinigungskraft besitzen und andererseits die Haut so wenig wie möglich austrocknen oder reizen. Ein völliger Verzicht auf Reinigungsprodukte ist auch bei trockener Haut meist nicht notwendig. Im Gegenteil: Hautexperten gehen davon aus, dass auch bei Anwendung von reinem Wasser ein Teil der fetthaltigen Schutzschicht der Haut entfernt wird.

Herkömmliche Seifen sind alkalisch, das heißt sie haben einen höheren pH-Wert als die Haut. Sie eignen sich ebenso wenig zur Reinigung trockener Haut wie stark schäumende Duschgele, denn die Haut wird dadurch ausgelaugt. Stattdessen empfiehlt sich die Verwendung seifenfreier Produkte, sogenannter Syndets, deren pH-Wert auf den der Haut abgestimmt ist. Meist enthalten diese noch zusätzlich rückfettende Zusätze, was an Bezeichnungen wie Reinigungsmilch, Wasch- oder Duschcreme, Duschöl u.ä. erkennbar ist.

Oft genügt es, die Reinigungsprodukte beim Waschen oder Duschen nur an den Problemstellen (Gesicht, Hände, Füße, Achselhöhlen) anzuwenden. Es sollten nur kleine Mengen eingesetzt und diese nach der Anwendung mit klarem Wasser abgespült werden. Um empfindliche oder ggf. bereits leicht geschädigte Haut nicht noch weiter zu reizen, empfiehlt sich nach der Reinigung ein sanftes Abtrocknen anstelle von intensivem "Trockenrubbeln".

Für Vollbäder eignen sich ölige Badezusätze. Nach einem solchen Ölbad sollte die Haut grundsätzlich nur trockengetupft werden, um den aufgezogenen Ölfilm nicht wieder zu entfernen.

Pflege der sehr trockenen Haut

Trockene Haut sollte nach jeder Reinigung eingecremt werden, um verloren gegangene Fettstoffe zu ersetzen. Dabei ist die Auswahl des passenden Produktes die größte Schwierigkeit. Grundsätzlich sind Produkte mit einem hohen Fettanteil, sogenannte Wasser-in-Öl-Emulsionen, besser geeignet als Produkte mit hohem Wasseranteil (Öl-in-Wasser-Emulsionen). In der kalten Jahreszeit hat es sich bewährt, einfach vorübergehend die Nachtpflege-Creme gegen die Tagespflege-Creme auszutauschen, wodurch tagsüber ein besserer Kälteschutz gewährleistet ist.

Für verschiedene Körperbereiche sind häufig auch verschiedene Produkte notwendig. So erfordern Gesicht oder Hände, die stärker Umwelteinflüssen ausgesetzt sind, eine intensivere Pflege als beispielsweise Bauch oder Rücken. In der kalten Jahreszeit empfiehlt es sich, die Hände nach jedem Waschen einzucremen.

Ob das richtige Produkt ausgewählt wurde, lässt sich meist aus dem „Hautgefühl“ ableiten. Tritt beispielsweise bereits kurze Zeit nach Auftragen des Pflegeprodukts erneut ein Spannungsgefühl oder sogar Juckreiz auf, sollte auf eine länger wirksame Zubereitung gewechselt werden.Bei trockener Gesichtshaut sind Peelings und alkoholhaltige Gesichtswässer nicht zu empfehlen, da sie meist zu stark reizend und austrocknend wirken.

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Weitere Maßnahmen bei trockener Haut

Wichtig ist es, bei trockener Haut auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten, das heißt möglichst 2 bis 3 Liter pro Tag zu trinken (bevorzugt Wasser, Saftschorlen und Kräutertees).Trockene Heizungsluft wirkt sich auf trockene Haut besonders ungünstig aus. In geschlossenen Räumen sollte daher für ausreichende Luftfeuchtigkeit gesorgt werden, z.B. durch Grünpflanzen oder Luftbefeuchter.

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