Hypertonie bekämpfen

Bluthochdruck: Hausmittel und Selbsthilfe

Wenn der Arzt bei Ihnen einen erhöhten Blutdruck festgestellt hat, empfiehlt es sich, den Druck regelmäßig zu überprüfen. Auf diese Weise kann er Zusammenhänge leichter herstellen – etwa die Reaktion auf bestimmte Situationen oder auf die Einnahme eines blutdrucksenkenden Medikaments.

Joggen_Migräne_Auf befestigten Wegen bleiben
Viel Bewegung hilft ungemein gegen Bluthochdruck
® iStock.com/ThaiBW

Um ständige Arzttermine zu vermeiden, können Sie die Messung öfter einmal selbst vornehmen oder dazu in die Apotheke gehen. Mit Hilfe von elektronischen Geräten für den Oberarm oder das Handgelenk lässt sich der Druckpuls aufzeichnen. Als am genauesten gelten Oberarmgeräte. Es gibt eine ganze Reihe von Modellen, die verschiedene Zusatzfunktionen bieten – etwa das Speichern der Werte, die Angabe des Tagesmittelwertes oder eine PC-Schnittstelle. Auch diverse Smartphone-Apps unterstützen das Blutdruckmessen in Eigenregie.

Messen Sie am besten im Sitzen und immer zur gleichen Tageszeit. Falls der Druck an beiden Armen unterschiedlich hoch ist, messen Sie an dem Arm mit dem höheren Wert. Aussagekräftig sind die Werte aber nur, wenn sie über einen längeren Zeitraum erhoben werden.

Mit einem gesunden Lebensstil ist viel getan

Menschen, die unter erhöhtem Blutdruck leiden, sollten auf eine gesunde Lebensweise achten und die typischen Risikofaktoren meiden: Übergewicht, Bewegungsmangel, Alkohol, Rauchen und Stress begünstigen und verschlimmern die Hypertonie. Wer dagegen regelmäßig Sport treibt, auf eine gesunde, salzarme Ernährung achtet und kein Übergewicht mit sich herumträgt, kann seinen Blutdruck dauerhaft senken, manchmal sogar ohne die zusätzliche Einnahme von Medikamenten. Ziel sollte es sein, den Druck im Ruhezustand auf Werte von 140/90 zu senken.

  • Übergewicht: Besonders gefährlich sind Fettpolster an Bauch und Taille, da sie ungünstige Veränderungen im Körper auslösen können. So sprechen die Zellen in Leber, Muskeln und Fettgewebe schlechter auf Insulin an (Insulinresistenz). Der Körper benötigt dann mehr Insulin, was wiederum den Blutdruck erhöht. Auch das Risiko, an Diabetes 2 zu erkranken, steigt. Der Taillenumfang sollte höchstens 102 Zentimeter bei Männern beziehungsweise 88 Zentimeter bei Frauen betragen. Auch der Body-Mass-Index (BMI) gibt Auskunft über die Fettverteilung im Körper. Er errechnet sich, indem Sie Ihr Körpergewicht (in Kilogramm) durch das Quadrat der Körpergröße in Metern teilen. Ab einem BMI von 25 sprechen Fachleute von Übergewicht.

  • Bewegungsmangel: Körperliche Inaktivität begünstigt nicht nur Übergewicht, sie schwächt den Körper zusätzlich. Herz, Kreislauf und Lungen arbeiten unwirtschaftlich, sogar das Gehirn wird träge. Durch regelmäßigen Sport können Hypertonie-Patienten dazu beitragen, ihren Blutdruck dauerhaft zu senken. Empfohlen werden Ausdauersportarten mit mäßiger bis mittlerer Belastung.

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    Alkohol: Wird in größeren Mengen Alkohol konsumiert, erhöht das den Blutdruck vorübergehend. Bei regelmäßigem Konsum wird der erhöhte Druck allerdings chronisch. Dadurch werden Herz und Kreislauf sowie Leber und Gehirn geschädigt. Achten Sie daher darauf, dass Sie an zwei bis drei Tagen pro Woche keinen Alkohol zu sich nehmen.

  • Rauchen: Die beim Rauchen aufgenommenen Schadstoffe, vor allem die so genannten freien Radikale, zerstören das erweiternde Potenzial der Gefäße. Auf diese Weise wird die Entstehung von Arterienverkalkung begünstigt. Auch der Blutfluss und die Durchblutung verschlechtern sich.

  • Stress: Dauerhafter und unbewältigter Stress wirkt sich negativ auf das vegetative Nervensystem aus und erhöht den Blutdruck. Außerdem führt Stress häufig zu Schlafstörungen, die wiederum einen negativen Einfluss auf den Druck in den Gefäßen haben können.

  • Ernährung: Auch mit einer gesunden Ernährung können Sie Ihren Blutdruck in den Griff bekommen. Gehen Sie sparsam mit dem Salzstreuer um, und halten Sie sich an folgende Empfehlung: Viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, mäßig Geflügel, Fisch und Milchprodukte, selten rotes Fleisch, Weißmehlerzeugnisse sowie industriell stark verarbeitete Lebensmittel. Auf Süßigkeiten und Knabberzeug sollten Sie so weit wie möglich verzichten, um den Bluthochdruck zu bekämpfen.

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