Ursachen und Behandlung

Kopfschmerzen

Woran Sie verschiedene Kopfschmerzformen erkennen

Mit Kopfschmerzen werden fast zwei Drittel der Deutschen im Laufe ihres Lebens konfrontiert. Bei der häufigsten Kopfschmerzform, den Spannungskopfschmerzen, kann schon die Gestaltung des Alltags mit mehr Bewegung an frischer Luft die Schmerzen effektiv lindern. Den Cluster-Kopfschmerz therapiert indes besser ein erfahrener Arzt.

Kopfschmerz_56385718.jpg
Zu den primären Kopfschmerzformen zählen der Spannungskopfschmerz, die Migräne und der Cluster-Kopfschmerz.
(c) Stockbyte

Die Therapiemöglichkeiten bei Kopfschmerzen hängen immer von der Art und Ursache der Schmerzen ab. Grundsätzlich werden zwei Formen von Kopfschmerz unterschieden: Der primäre Kopfschmerz, der keine eindeutige Ursache hat und für sich als Krankheit gilt, und der sekundäre Kopfschmerz, der als Begleiterscheinung beziehungsweise Symptom anderer Erkrankungen auftritt.

Zu den primären Kopfschmerzen zählen der Spannungskopfschmerz, die Migräne und der Cluster-Kopfschmerz. Der Spannungskopfschmerz ist die häufigste Kopfschmerzvariante. Dabei handelt es sich um einen diffusen, dumpf-drückenden Schmerz leichter bis mittlerer Intensität, der meist beidseitig den gesamten Kopfbereich betrifft. Im Unterschied zur Migräne kommt es dabei nicht zu Begleiterscheinungen wie Übelkeit und Erbrechen. Auch verstärken sich die Beschwerden nicht durch körperliche Aktivität, wie dies bei einer Migräne der Fall ist.

Auslöser sind oft Stress und psychische Belastung. Ebenso zählen Verspannungen der Nackenmuskulatur dazu, die wiederum durch Stress ausgelöst sein können und dieser Kopfschmerzform zu ihrem Namen Spannungskopfschmerz verholfen haben. Daneben können Verschleißerscheinungen in der Halswirbelsäule zu Kopfschmerzen führen. Manche reagieren mit Schmerzen auf Wetterumschwünge oder Föhn.

Spannungskopfschmerzen können mit frei verkäuflichen Schmerzmitteln behandelt werden. Begleitend sollten Betroffene für Entspannung sorgen, etwa durch Spaziergänge an der frischen Luft oder Entspannungstechniken. Auch pflanzliche Mittel lindern den Schmerz wie beispielsweise Pfefferminzöl.

Eine Form von Kopfschmerz: die Migräne

Die Migräne ist nach dem Spannungskopfschmerz weltweit die zweithäufigte Kopfschmerzart und tritt in Form einzelner Attacken auf, wobei der Kopfschmerz als stechend, pochend, hämmernd oder pulsierend beschrieben wird und sich bei einer Bewegung oder Nachvornebeugen des Kopfes verstärkt. Meist breitet er sich von der Stirn oder der hinteren Augengegend aus langsam aus und nimmt dabei an Heftigkeit zu. Migräneschmerzen können auch einseitig auftreten. Eine Migräne-Attacke kann mehrere Stunden dauern bis hin zu mehreren Tagen. Oft kommen Begleitsymptome wie Übelkeit und Erbrechen, Durchfall oder ein erhöhter Harndrang hinzu.

Die Ursachen von Migräne sind nicht abschließend geklärt. Vieles deutet darauf hin, dass eine angeborene Überempfindlichkeit des Nervensystems Betroffene auf Reize wie beispielsweise Stress, hormonelle Einflüsse oder Genussmittel mit einer Migräneattacke reagieren lässt.

Die Therapie richtet sich nach der Schwere der Erkrankung. Bei leichten Migräneanfällen kann es helfen, sich in einem abgedunkelten Raum zurückzuziehen. Bei vielen helfen Entspannungstechniken. Reicht das nicht aus, stehen Schmerzmittel und Medikamente gegen die Begleiterscheinungen wie Übelkeit zur Verfügung.

Weitere Form von Kopfschmerz: der Cluster-Kopfschmerz

Kennzeichnend für den Cluster-Kopfschmerz sind plötzliche und sehr heftige Kopfschmerzen, die als hell, brennend, schneidend und bohrend beschrieben werden und immer einseitig im Augen-Schläfenbereich auftreten. Die Attacken dauern zwischen 15 Minuten an, können aber genauso bis zu drei Stunden andauern. Begleiterscheinungen sind oftmals Symptome wie gerötete oder tränende Augen, eine verstopfte Nase in der betroffenen Gesichtshälfte sowie Schwitzen.

Typisch sind Cluster-Phasen, also bestimmte Zeiträume meist im Frühjahr oder Herbst, in denen die Schmerzattacken gehäuft auftreten und dann beispielsweise durch Alkohol, Flimmer- oder Flackerlicht und körperliche Anstrengung ausgelöst werden. Ebenso kann Histamin den Cluster-Kopfschmerz triggern oder auslösen, weshalb diese Kopfschmerzart als Histamin-Kopfschmerz bezeichnet wird.

Die Ursachen für den Cluster-Kopfschmerz sind nicht bekannt, diskutiert werden Gefäßentzündungen und eine Störung von rhythmusgebenden Gehirnarealen.

Die üblichen Schmerzmittel wirken bei Cluster-Kopfschmerzen ebenso wenig wie naturheilkundliche, alternative Therapieverfahren, Entspannungstraining oder Psychotherapie. Es gibt jedoch wirksame Medikamente, die der Arzt verordnen kann.

Hausmittel und Selbsthilfe bei Kopfschmerzen

Autor:
Letzte Aktualisierung: 27. Mai 2013
Quellen: http://www.weltkopfschmerztag.de

Welches Symptom, welche Krankheit?
  • Der SymptomfinderDer Symptomfinder

    Woran kann es liegen, dass Sie Bauchweh haben? Finden Sie mit der Yavivo-Puppe den Grund für bestimmte Symptome heraus. mehr...