Hilfe aus der Apotheke gegen Kopfschmerz

Rezeptfreie Medikamente

Zur Behandlung von akuten Spannungskopfschmerzen und Migräneanfällen kommen verschiedene Schmerzmittel in Frage, die in der Apotheke frei verkäuflich sind. Auch pflanzliche Mittel können die Beschwerden lindern.

Frau nimmt Tablette ein
Kopfschmerzen lassen sich gut mit Tabletten behandeln, bei der Dosierung ist jedoch Vorsicht geboten.
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Laut Einschätzung der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) lassen sich akute Kopfschmerzen gut medikamentös behandeln. Als Mittel der ersten Wahl zur Selbstmedikation empfiehlt die DMKG bei Spannungskopfschmerz folgende Wirkstoffe oder Wirkstoffkombinationen:

  • zwei Tabletten der Wirkstoffkombination aus 250 bis 265 mg Acetylsalicylsäure (ASS), 200 bis 265 mg Paracetamol und 50 bis 65 mg Koffein

  • 1000 mg ASS

  • 12,5 mg Diclofenac

  • 25 mg Diclofenac

  • 400 mg Ibuprofen (hier verweist die DMKG darauf, dass es für Präparate mit nur 200 mg des Wirkstoffs keinen Wirksamkeitsbeleg gibt)

  • zwei Tabletten der Wirkstoffkombination aus 500 mg Paracetamol und 65 mg Koffein

Als Mittel der zweiten Wahl nennt die DMKG Paracetamol-Präparate mit 1000 mg des Wirkstoffs.

Zur Selbstmedikation bei Migräneattacken sind laut der DMKG folgende Wirkstoffe oder Wirkstoffkombinationen als Mittel der ersten Wahl geeignet:

  • zwei Tabletten der Wirkstoffkombination aus 250 bis 265 mg Acetylsalicylsäure (ASS), 200 bis 265 mg Paracetamol und 50 bis 65 mg Koffein

  • 900 bis 1000 mg ASS

  • 400 mg Ibuprofen

  • 2,5 mg Naratriptan

  • 1000 mg Paracetamol

  • 1000 mg Phenazon

Weitere, von der DMKG bewertete Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen hält die Fachgesellschaft nur in Einzelfällen für geeignet zur Selbstmedikation, da die Wirkung noch nicht ausreichend belegt ist.

Regeln für die Selbstmedikation bei Kopfschmerz

Bei der Selbstmedikation mit Schmerzmitteln sind einige Grundsätze zu beachten: Da Schmerzmittel bei zu häufiger Einnahme zusätzliche Kopfschmerzen auslösen können, sollten Sie laut Empfehlung der DMKG Kopfschmerz- und Migräne-Medikamente nicht länger als drei Tage hintereinander und nicht häufiger als an zehn Tagen pro Monat einnehmen.

Wenn Sie sich zur Einnahme eines Schmerzmittels entschlossen haben, halten Sie sich an die auf der Packungsbeilage empfohlene Dosis. Wenn Sie statt der empfohlenen zwei Tabletten beispielsweise nur eine einnehmen, ist das Mittel unterdosiert und wirkt möglicherweise nicht.

Für den Fall, dass Sie bereits Medikamente zur Behandlung anderer Erkrankungen einnehmen oder Zweifel haben, ob Sie die im Kopfschmerzmittel enthaltenen Wirkstoffe vertragen, fragen Sie Ihren Arzt nach möglichen Wechselwirkungen und der Verträglichkeit der selbst gekauften Medikamente.

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